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Angaben imputirt zu haben, welche er nie gemacht hat. Gradedurch unsre Vereinigung sind wir in die Lage gesetzt worden,dass der Eine vor dem Andern seine Commentirung zu motivirenund zu belügen genöthigt war, und die Strenge, die wir hier ob-walten Hessen, hat uns darüber zur Klarheit gelangen lassen,was wir denn eigentlich vom Aristoteles verstehen.
Leider sind wir,genöthigt gewesen, desswegen eine Mengevon Literaturangaben in den Anmerkungen zu häufen, so dassdie Arbeit einen gelehrteren Anstrich bekommen hat, als unslieb ist. Allein der Sachverständige wird uns zugeben, dass wirsehr sparsam mit literarischen Citaten gewesen sind und dasswir sie ohne grosse Mühe auf das Zehnfache hätten vermehrenkönnen.
Wir haben ferner das aufrichtige Bestreben gehabt, demAristoteles gerecht zu werden und uns die Lage klar zu machen,in welcher sich immer der Begründer einer Wissenschaftbefinden muss. Was konnte Aristoteles wissen? Wie hat er seinWissen verwerthet? das sind die Fragen, die wir stets aufzu-werfen für geboten hielten. AVer, wie Lewes, diesen Gesichts-punkt nicht consequent festhält, wer, wie Lewes, den Ansprucherhebt, Aristoteles hätte das wissen müssen, was wir jetztwissen, und wenn er es nicht gewusst hätte, so hätte er das,was wir jetzt wissen, ahnen müssen, der wird nicht im Standesein, unserm Autor historische Gerechtigkeit widerfahren zulassen. Es ist wirklich zu bedauern, dass des berühmten Eng-länders in so vielen Beziehungen interessantes und anziehendesWerk über Aristoteles den historischen Standpunkt so sehrignorirt hat. Er ist dadurch in das eigenthümliche Schwankengerathen, einmal die Verdienste des Aristoteles überschwänglichzu preisen, ein andermal nicht nur seine Kenntnisse, sondernauch seine Beobachtungsgabe und seine Methode masslos herab-zusetzen.