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Erster Band.
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unbekannt. Dieser Satz wird höchst wahrscheinlich sich bestätigen, aucbhwenn noch mehr Handschriften der Thierkunde künftig verglichen werdennsollten; kaum lässt sich hoffen, dass noch eine ältere Handschrift auf-f-gefunden werde. Wir gründen diese Behauptung darauf, dass die zahl 1-reichen Citate und Auszüge aus der Thierkunde in den alten Sehriftstebl-lern, bald mit des Aristoteles Namen, bald ohne denselben, im Wesent-t-lichen mit dem noch heut vorhandenen Texte in Uebereinstimmung sindl,soweit sich von diesen Citaten annehmen lässt, dass sie aus ihm unodnicht aus anderweitigen Quellen geschöpft worden sind. Die Verschiee-denheit aber jener Urhandsehriften, welche wir als den Ausgangspunkxtunserer handschriftlichen Ueberlieferung betrachten müssen, ist niclihtso gross, dass sie etwa auf verschiedene Redaction des Textes hinwiesee.Denn ausser den zahlreichen Auslassungen in beiden Gruppen, welchoedurch Homoeoteleuta zu erklären sind, und ausser den Abweichungena,welche sich aus verkehrter Lesung des Originals ableiten lassen, bietemisie uns doch im Ganzen genommen einen und denselben Text. Und dieseerText ist schon im Alterthum der allgemein verbreitete gewesen. Auasallen Theilen, mit Ausnahme des sogenannten zehnten Buches, findermwir bei Plutarch, Athenaeus, Antig onus Ccirystius , dem Verfasser deer»Wunderbaren Nachrichten«, Aelianus wie auch bei Plinius mehr odeßrweniger genaue und wörtliche Anführungen oder Auszüge aus diesennBüchern, in welchen zum Theil ausdrücklich auf Aristoteles als den Gee-währsmann und Urheber derselben Bezug genommen wird. Wäre daasLetztere nicht der Fall, so könnten freilich jene Schriftsteller die vonnihnen berichteten Facta ans derselben Quelle geschöpft haben, die aucbhdem Aristoteles gedient haben konnte. Aber da wo sie den Aristoteles ahlsAutor nennen, müssen wir annehmen, dass sie das Angeführte anch beeiihm gefunden haben, dass sie es wenigstens in dem Exemplare gefundennhaben, welches sie als die b -ορίαι -sA. ζφων des Aristoteles besassen.

Damit ist aber freilich nicht bewiesen, dass diese mit unseren heu-i-tigen übereinstimmenden Exemplare der Thierkunde diese Schrift innderjenigen Gestalt erhalten haben, in welcher sie aus der Hand de esAristoteles selbst hervorgegangen war. Ja wir haben die stichhaltigstennGründe dies zu bezweifeln. Wir glauben vielmehr darthun zu könnena,dass der heutige Text unserer Thierkunde, abgesehen von den durch dideschriftliche Vervielfältigung hineingekommenen, von dem Unverstanadoder der Eilfertigkeit der Abschreiber verschuldeten Entstellungen, nichhtso, wie wir ihn besitzen, von Aristoteles selbst verfasst, dass er vielmehnrvielfach entstellt und namentlich durch Zusätze und Einschiebsel alleerArt verunstaltet worden ist.

Niemand, der mit der Schreibweise und mit den naturwissenschaft-t-lichen Grundsätzen des Aristoteles vertraut ist, wird Anstand n eh mei n,beide in der Thierkunde wiederzuerkennen, auch ohne Berufung auf di de