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zumal die Art und Weise ins Auge fasst, wie Aristoteles ungewöhnlicheund wunderbare Erscheinungen in seinen andern Schriften erwähnt underläutert oder erklärt; wenn man bedenkt, wie er stets, wo der Stoffoder der vorhandene Glaube ihn zum Vortrage derselben nötliigte, daraufhinausgeht, das Wunderbare durch die Zurückführung auf die Ursachefernzuhalten, den Aberglauben abzuweisen und Fabeln oder Märchen zuzerstören, oder sie wenigstens unter Angabe ihrer Gewährsmänner aufsich beruhen zu lassen : so wird man bei den wunderlichen Fabeln undderen bisweilen noch wunderlicheren Erläuterungen, die man in derThiergeschichte findet, sich der Ansicht nicht verschliessen können, dassAristoteles nicht so mit sich selbst in Widerspruch treten konnte,und dass wir es an solchenStellen mit fremdem und unter-geschobenem Gute zu thun haben. Man wird uns hier ein werfenkönnen, dass er es in der Thierkunde, worin er alle möglichen ihm zu-gegangenen Nachrichten zusannnengetragen, die zur näheren Bekannt-schaft mit diesem Zweige des Wissens dienen konnten, nicht so genauzu nehmen brauchte, und dass er hier Alles, auch wohl gelegentlich, bei-gebracht , was wissenswiirdig erschien, wenn es auch nicht vollständigbeglaubigt sein mochte. Man wird uns auch darauf verweisen, dassVieles, was uns heutigen Tages als Fabel oder Aberglaube gilt, darumes noch nicht für Aristoteles zu sein brauchte. Man mag einräumen, dassin einer solchen Schrift Manches habe erwähnt werden können, dessenBeglaubigung nicht durchaus sicher war und dass Aristoteles genötliigtgewesen sei viele Angaben und Nachrichten auf Treu und Glauben vonden Berichterstattern und Gewährsmännern aufzunehmen Uber Dinge,die er nicht selbst beobachten konnte, und dass nach seiner NaturansichtManches als glaublich oder richtig erscheinen mochte, was wir als Fabelverurtlieilen, Manches als gültige Ursache erschien, was wir nach unse-ren Theorieen belächeln. Dagegen muss festgehalten werden, dass Ari-stoteles auch in diesen Büchern, soweit wir dieselben als echt betrachtenzu müssen glauben, fabelhafte Nachrichten und die aus den herkömm-lichen Annahmen, oder aus den Berichten der Augenzeugen, als da sindFischer, Zeidler, Jäger, entnommenen Nachrichten immer durch dieWorte »wie es heisst« oder »man erzählt, man behauptet« auszeichnet.Was aber die Hauptsache ist und worauf schon Camus in wenigen tref-fenden Worten hingedeutet hat, der Vorwurf dieser Schrift ist es garnicht, eine Sammlung von Nachrichten und Notizen über dieThierwelt zu geben und die vorhandenen und bekannten Thiere zu be-schreiben, ein conspectus regni animalis nach unserer Auffassung zu sein.Den Alten lag so etwas überhaupt fern. Wenn sich auch schon die ιστορίαTtspt φυτών des Theophrast etwas mehr dem heutigen Standpunkte nähert,so ist doch auch in diesem Werke noch die Tendenz der allgemeinen Ge-sichtspunkte, nach unserer Ausdrucksweise die physiologisch-biologische