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VIII Cap. 2.]
sie aber im Schlamme verweilen, so tauchen sie oft empor, um den Schlammabzuspülen: ihre Brut wird von keinem anderen Thiere verzehrt, dahervermehren sie sich sehr stark. Sind sie aber herangewachsen, so werdensie ausser von·andern Fischen, besonders vomAcharnos, gefressen. Die 31Meeräsehe ist unter allen Fischen der gefrässigste und unersättlichste,daher dehnt sich sein Magen sehr aus und er taugt nichts, wenn sein Darmnicht leer ist. Wenn er in Furcht gesetzt wird, so versteckt er seinenKopf, als ob dadurch der ganze Leib unsichtbar würde. Auch der Sinodonfrisst Fleisch und verzehrt die Weichthiere. Es kommt vor, dass dieserFisch, so wie die Clianne bei der Verfolgung kleinerer Fische ihren Magennach aussen stülpen, weil den Fischen die Speiseröhre fehlt und ihrMagen gleich hinter dem Munde liegt. Manche dieser Thiere nun fressen 32nur Fleisch, wie der Delphin, der Sinodon, die Dorade, die Selacliier[und die Weichthiere:] andere hingegen nähren sich für gewöhnlich vonSchlamm, Tang, Bryon, dem sogenannten Kaulion und emporspriessen-den Pflanzen, wie die Pliykis, die Meergrundel und die Felscnfischetliun. Die Pliykis rührt kein anderes Fleisch als das der Karidcn an.Manchmal aber greifen sie auch, wie gesagt, einander an, und zwar 33werden die Kleineren von den Grösseren angegriffen. Zum Beweise,dass sie Fleisch fressen, dient, dass man sie mit derartigem Köder fängt.Auch die Bonite, der Thunfisch und der Seebarsch fressen ineistentheilsFleisch, mitunter aber auch Tang. Der Sargos geht Nahrung suchendhinter der Trigla her: wenn nämlich die Trigla, welche das Vermögenhat, sich durch den Schlammboden durchzuwühlen, diesen aufgerührthat und sich entfernt, so kommt der Sargos hinzu und sucht sich seinFutter und verhindert die schwächeren Fische mit heran zu schwimmen.Die bei den Vierfüssigen vorkommende Eigenschaft des Wiederkäuensscheint unter den Fischen nur der sogenannte Papageifisch zu haben.Die anderen Fische verfolgen die schwächeren und erhaschen sie mit 34dem Munde, indem sie geradeaus schwimmen, welches ihre gewöhnlicheLage ist; die Selacliier dagegen [und Delphine und alle Walartigen]
Fleischfresser die Rede gewesen sei, soscheint κεστρεός hier nicht die richtigeLesart zu sein. Plin. IX, 26: mugilumnatura ridetur in metu capite abscon-dito totos se occultari credentium.
οιά το — έ'χειν] Ygl. II § 73. — DieSache ist räthselhaft.
32. δελφίς] Dass der Delphin hierkurzweg unter den Fischen genanntwird, lässt vermuthen.dass dafür ein an-deres Wort gestanden habe. Ebensosind wohl die Worte ν.αι τά μαλάκια vomRande her in den Text gerathen.
33. θύννος] Guil. Lips. ,thinnus’. Siehezu VI § 104.
έτ:ινέμεται]Φ1ίη.ΙΧ § 30.— Da der Fischnicht bestimmbar ist, derartige Angabenvon Fischen aber sonst nicht gemachtwerden, so ist das Gesagte nicht eontro-lirbar.
συνε-ινεΐν] Guil. , adnatare similiter’;Gaza , ne eodem adnatent’.
μηρυκάζειν] II § 85 part. p. 675, 4. — S.darüber Thierverzeichniss IV Nr. 61.
34. καταντικρο] Zur Erläuterung die-ses Wortes dient de part. p. 6i)6 b , 23.
•/.cd oi — ' κητώδεις] Diese-Worte sindebenso wie in part. p. 696 b , 23 τά μέν γάρ7/j.z IvTr/.pj εχει τό στόμα και εις το "ρόσ-θεν, τά δ’ έν τοΐς ύ-τίοις οιον οί τε δελφΐνες