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Zweiter Band.
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VIII Cap. 2.]

fassen ihre Beute, indem sie sich auf den Rücken werfen. Sie habennämlich das Maul unten. [Daher können ihnen die kleineren Fischeleichter entkommen, anderenfalls würden ihrer sehr wenige übrig· blei-ben. Denn auch der Delphin soll eine ausserordentliche Schnelligkeitund eine ungemeine Gefrässigkeit besitzen.] Von den Aalen nähren 35sich einige wenige und an einzelnen Orten von Schlamm und Körner-früchten, wenn man sie ihnen vorwirft, die meisten jedoch vom süssenWasser, und die Aalzüchter achten besonders darauf, dass dieses mög-lichst reiu sei, indem sie es über Steinplatten ab- und zufliesseu lassen,oder auch die Aalhälter übertünchen : denn wenn das Wasser nicht reinist, so ersticken sie gar bald, da sie kleine Kiemen haben. Daher rührtman das Wasser auf, wenn man sie fangen will. Auch im Strymönwerden sie zur Zeit der Pleiaden gefangen, denn zu dieser Zeit wirddas Wasser trübe und der Schlamm durch entgegengesetzte Winde auf-gerührt. Wenn dies nicht der Fall ist, ist es besser, den Fang aufzu-geben. Die todten Aale schwimmen nicht oben auf und kommen nicht :«ian die Oberfläche, wie es bei den meisten Fischen der Fall ist; dennsie haben einen kleinen Magen. Fett findet man nur bei wenigen, diemeisten haben keins. Ausserhalb des Wassers leben sie fünf bis sechsTage und bei Nordwinden längere Zeit als bei Südwinden. Werden sieim Sommer aus den Seeen in die Aalhälter gebracht, so sterben sie ab,im Winter aber nicht. Auch vertragen sie nicht jähe Wechsel. So ster-ben sie zum Beispiel oft zum grössten Theil, wenn sie beim Transportin kaltes Wasser gebracht werden. Auch ersticken sie, wenn sie eine 37zu geringe Menge Wasser haben. Und dasselbe tritt auch bei denübrigen Fischen ein, dass sie nämlich ersticken, wenn sie immer in der-selben zu geringen Menge Wasser sich befinden; grade wie es auchden athmenden Thieren ergeht, wenn sie sich in einem kleinen abge-schlossenen Lufträume befinden. Manche Aale leben sieben bis achtJahre. [Auch die Flussfische nähren sich theils, indem sie einander auf-

Kaubfische. Cf. v. Siebold Süsswasser-fische p. 344, wo auch das oft behaup-tete Erbsenfressen der Aale für Fabelerklärt wird.

πλαταμώνιυν] Schol. ad Arati Diosem.993 άγχφαθής καί έπιμήκης πέτρα'πλαταμών δέ. πέτρα ολίγον έξέχουσα τήςϋαλάττης, λεία τι; ουσα και δμαλή καί πλα-τεία. Vgl. V § 7δ. Athen. VII ρ. 29S. depart. 69ö b 19.

36. κοιλίαν] Ch. Gronov. zu Plin. IXp. 85 hat bemerkt, dass A. die Schwimm-blase der Fische hiermit gemeint habe.

έκ τοϋ ΰγροϋ] Das Leben ausserhalbdes Wassers wird zum Theil durch die

engen Kiemenspalten des Aales begün-stigt.

τοΤ; ιρέροοσιν] Die einzig mögliche Er-klärung dieses Dativus hat schon Syl-burg gegeben ,si quis eas inter gestan-dum in frigidum immergat". Nur wirdman dann diesen mit dem folgendenSatze nach Entfernung des γάρ ver-knüpfen müssen, τοΐς φέρουιην έάν βάπ-τωσιν εις ψυχρόν, άπόλλυνται ά&ρόαι πολ-λάκις ; denn nur so wird das Wort άθρόαιerklärlich, d. h. sie sterben alle auf ein-mal. Weil Guil. sagt ,velut et quandoferentes intinxerint in frigidum’, hatSch. willkürlich den Text verändert.

Aristoteles II.

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