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Aus König Friedrich Wilhelms IV. gesunden und kranken Tagen / von Alfred von Reumont
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VII. Berliner Gesellschaft 1843-1846.

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Herr von Brassier ließ es an nobeln Passionen nichtsehten. Er hatte einen leider zu starken Hang zum Spiel,und dieser hatte ihn namentlich in Paris in manche Ver-legenheit gebracht. Bis in ziemlich späte Jahre war er eineifriger Verehrer des schönen Geschlechts. Er hatte ziemlichspät, im Jahre 1849, eine Tochter des bekannten russischenDiplomaten Grasen Ribeaupierre geheiratet, aber diekinderlose Ehe war nicht glücklich, und die beiden Gattenlebten viele Jahre hindurch und bis ans Ende von einandergetrennt. Courmachen und Spiel waren ihm zur andern Naturgeworden, und während seiner turiner Mission war es eineMarquise P. der er seine Huldigungen widmete. Alan er-zählte sich in Bezug auf dieselbe eine ergötzliche Anekdote.Nach einem Diner an welchem die Dame theilnahm, gab erderselben den Arm, um sie in den Salon zurückzuführen.Er war ein Freund der Malerei und hatte eins seinerEmpfangszimmer mit einer Menge meist mittelmäßigerBilder gefüllt, unter denen sich auch eins mit der Geschichteder Susanna befand, an welcher so manche Maler frühererZeiten Gefallen gefunden haben. Im Vorübergehen hatte erden für einen Mann von Geist und Welt unglaublichen Ein-fall zu seiner Dame zu sagen: ^ü, Nackams, il uJ-a plusäa Susanns aujourä'üui. Die Angeredete blieb ihm dieReplik nicht schuldig. O'sst possibls, Uonsidur, mais il-v-atousours ckss vieux. Er liebte die Poesie und hatte selberhübsch gedichtet, aber er war im Grunde eine chnische Natur.Während seines Aufenthalts in Schweden hatte er ein ganzesBündchen Gedichte eines dortigen lebenden Poeten übersetzt,welche so erotischer Natur waren daß er sich doch scheute sie

an die Oeffentlichkeit gelangen zu lassen. Ich habe wenigstens

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