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Die physikalischen Messapparate.
Nach der vorstehenden Tafel und auch nach Nr. IX stimmen dieThermometer der Hygro - und Psychrometer sehr gut überein. Wenn sichdiese Uebereinstimmung bei den Beobachtungen auf den Stationen nichtmehr findet, so muss hier wiederholt werden: erstens, dass bei den Ver-suchen in Hammer die sämmtlichen Instrumente vor den Ablesungen solange in freier Luft standen, dass die Schäfte der Hygrometer keine an-dere als die Lufttemperatur haben konnten, und zweitens, dass währenddieser Versuche nur eine so geringe Bewegung der Luft stattfand, dasssie kaum gefühlt wurde. Die unbedeutenden Abweichungen der hiehergehörigen Thermometerangaben in Tafel IX und X liefern übrigensden Beweis, dass auch die Thermometer der Hygrometer sehr gut ausge-führt sind und bis auf 0°,1 It genau abgelesen werden können.
Vergleicht man die Mittel des Dunstdruckes und der Sättigungmiteinander, so zeigt sich, dass die Hygrometer im Durchschnitte eineum nahezu 8,5 Prozent grössere Spannung und Sättigung angeben als diePsychrometer, und dass hiernach in der Formel a=ts, —m(t — t, )b derCoeffizient m, welchen ich nach August = 0,001 angenommen habe, =0,00075 zu setzen wäre, um übereinstimmende Resultate zu erhalten. Wennich dennoch bei den Berechnungen der Psychrometerbeobachtungen, welcheauf den fünf Stationen in der Zeit vom 20. bis 28. August 1857 gemachtwurden, den ursprünglichen Coeffizienten m = 0,001 beibehalten habe, sohat dieses darin seinen Grund, dass bei jenen Beobachtungen das eineHygrometer etwas grössere und das andere etwas kleinere Spannungengab, als die auf den Stationen II und IV befindlichen Psychrometer, wo-durch angedeutet schien, dass der Coeffizient 0,001 den Vorzug verdiene.
Da bei den Beobachtungsarbeiten auf den Stationen II und IV diedaselbst befindlichen Hygrometer 1L und H 4 meist etwas höhere Tempe-raturen anzeigten als die neben ihnen stehenden Psychrometer 1\ und P, *);da ferner diese Unterschiede nur dem Einflüsse der Hygrometerschäfte aufdie an und in ihnen befestigten Thermometer zugeschrieben werden kön-nen, also die Temperaturangaben der letzteren weniger zuverlässig erschei-nen als die der Psychrometer; und da endlich nur auf zwei Stationen Hy-grometer aufgestellt waren, mithin Vergleichungen der Angaben gleich-artiger Instrumente für alle Stationen nicht möglich sind: so werde ichin dieser Abhandlung die Hygrometerbeobachtungen nicht benutzen undauch nicht weiter berühren.
*) Für 100 correspondirende Messungen ist die Temperaturangabe von 1I ? durch-schnittlich um 0°,23 R. grösser als von P„, und von 1I 4 (dessen Thermo-meter im Innern des Schaftes stand, also bis auf die Scalenseite cinge-schlossen war) sogar um 0°,67 R. grösser als von P 4 .