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Beobachtungen und Untersuchungen über die Genauigkeit barometrischer Höhenmessungen und die Veränderungen der Temperatur und Feuchtigkeit der Atmosphäre / von Dr. Carl Maximilian Bauernfeind
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Anweisungen zum Beobachten.

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durch Klopfen das Barometer, stellt die beiden Nonien auf den Rand derQuecksilberkuppen ein, liest ab und zeichnet die Ablesungen in sein No-tizbuch ein. Bei dem Einstellen der Nonien soll man senkrecht auf dieBarometeiTühren sehen, und dieses ist der Fall, sobald die Theilstricheauf den Röhren ihre eigenen Bilder im Quecksilberspiegel decken. DerNoniusfaden ist immer von unten her mit dem Kuppenrande zur Deckungzu bringen. Der Nebenmann, welcher unterdessen die beiden Thermome-ter des Psychrometers und die Windrichtung abgelesen und aufgezeichnethat, liest nun ebenfalls das Thermometer und die beiden Nonien des Ba-rometers ab, ohne an deren Stellung das Geringste zu ändern, währendder Obmann das Psychrometer und die Windfahne beobachtet. Hieraufvergleichen beide Beobachter ihre Aufschreibungen, und wenn diese ummehr als 0,1 Linie bei den Barometerständen, und um mehr als 0,2 Gradhei den Temperaturen von einander abweichen sollten, so wiederholt derObmann die Ablesungen und trägt das von beiden Mitgliedern der Stationanerkannte Resultat in das Beobachtungsjournal ein, welches nach der Bei-lage A (hier Tafel XI) zu führen ist. So lange nicht beobachtet wird,hält man sich in angemessener Entfernung von den Instrumenten auf. BeiRegen oder heftigem Winde werden die Beobachtungen eingestellt und dieBarometer eingepackt. Andere Störungen sind in dem Beobachtungsjour-nale ebenso zu bezeichnen, als die verschiedenen Zustände der Atmosphäre:ob der Himmel wolkenlos oder bedeckt, die Luft ruhig oder bewegt, klaroder trüb ist, ob es regnet, thaut, reift, schneit u. dgl. Von den Beob-achtungen eines jeden Tages ist auf einem besonderen Blatte eine Abschriftzu machen, welche durch einen Diener abgeholt wird. Das Einpacken desBarometers beginnt mit der Einschiebung des Pfropfens in den kurzenSchenkel bis nahe an den Quecksilberspiegel. Hierauf erfolgt die Abnahmedes Instruments vom Stativzapfen, die Neigung des Barometers bis zumAnschlägen des Quecksilbers am oberen Ende des langen Schenkels, einKlopfen mit der Hand am untern Ende des Schaftes, der Verschluss derbeiden Hahnen oder Wechsel, schliesslich das Auflegen und Befestigen derHolzschale und das Einschieben des Instruments in das Lederfutteral, dasobere Ende nach unten gerichtet. Ist das Einpacken bei niedriger Tem-peratur geschehen und steigt diese während des Transportes bedeutend, sowird der Ausdehnung des Quecksilbers dadurch Rechnung getragen, dassman bei schräger Haltung des Barometers und unter stetem Klopfen zu-erst den untern und dann den oberen Wechsel öffnet und sogleich wiederschliesst. Ebenso verfährt man, wenn nach dem Einpacken die Tempera-tur sehr stark gesunken ist, um das Luftbläschen, das durch den unterenWechsel in den durch das Zusammenziehen des Quecksilbers frei gewor-denen Raum eingedrungen ist, sofort zu entfernen. Hieraus erklärt sich