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Erster Band, zweite Abteilung. Euxistratos - Hysiris.
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3021-3022
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Hercules (d. kelt. Here.)

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3021 Hercules (d. kelt. Here.)

Herakles zu halten. Trotzdem aber habe der-selbe die Attribute des Herakles, denn er führedas Löwenfell, die Keule in der Rechten undden Köcher umgehängt, in der Linken aberden gespannten Bogen; danach sei er in derThat Herakles. Das Sonderbarste an dem Bildesei aber folgendes: der greise Herakles zieheeine Menge Menschen, die an den Ohren mitdünnen Ketten gefesselt seien, mit sich, unddiese folgten nicht etwa widerstrebend, son -10 35, 2), deren Wohnsitze im heutigen Catalonien

S. 24 die südgallische Inschrift Herculi Tolian-dosso Imüto Primigenius Sembi fil. v. s. I. m. Orelli-Henzen 5916 heranzieht und das Vor-kommen der beiden Namen Ilunnus und An-dossus als der selbständiger Götter verfolgt.Ilunnus bezieht sich offenbar auf Ilunum, wel-ches Ptolemäern (2, 6, 60 S. 184 Müll.) imtarraconensisehen Spanien erwähnt; für An-dossus ist auf die Andosini bei Polybius (3,

dem heiter und freudig; und da Herakles dieKetten mit den Händen nicht halten könne,so seien dieselben an seiner durchlöchertenZunge befestigt; der Gott wende den nachsich Gezogenen sein lächelndes Antlitz zu. Andiese Beschreibung knüpft Lucianus (4 ff.) seineErklärung der Darstellung an, die darin gipfelt,dafs die Gallier die Macht der Sprache nichtdem Mercurius , sondern dem Herakles zu-

angenommen werden, hinzuweisen ( Becher S. 21);Andossus ... (mufs) . . . jedenfalls sowohl sei-ner mythologischen Wesenheit und Geltung,als seinem Kultusgebiete nach zu den ersten,gewaltigsten und weitverehrten Gottheiten aufbeiden Seiten der Pyrenäen gehört haben und(darf) darum vielleicht auch mit um so gröfsererWahrscheinlichkeit als Stammesheros und Gottder Andosini vermutet werden ( Becker S. 28).

schrieben, der Greis Herakles habe nicht so- 20 Ferner der Hercules Saegon [. . .] auf der

wohl durch seine Stärke, als durch seineBeredsamkeit alles überwunden. Aus LwciansAngaben geht hervor, dafs die Gallier einenGott verehrten, der dem Hercules geglichenhaben mufs; beruht die Schilderung der Dar-stellung des Gottes wirklich auf einem galli-schen Bildwerke, so wurde dieser Gott demHercules ähnlich, aber in ganz eigenartiger,in dem eigentümlichen Wesen des Gottes be-

Inschrift C. I. L. 7, 6 (bei Silchester in Eng-land gefunden) Leo Herfculi'] | Saegon [. . .] jT. Tammonfius] [ u. s. w. c Es ist dieses dieStammgottheit der nach Caes., b. g. 5, 21, 1in Brittanien wohnenden Segontiaci, welchedemnach als ein Gott der Kraft und Stärke,ähnlich dem . . . Mars Segomo, eine Identiü-cierung mit Hercules nahelegte (./. Becker inZtschr. f. A.-W. 9, 1851 S. 129; vgl. auch

gründeterWeisedargestellt. Cannegieter{$. 172f.) so Hübner z. d. Inschr.). Über Hercules Endo

wollte allerdings den Namen Ogmios nicht fürgallisch, sondern für griechisch halten (voniiyuog als f Weg, ' vialis , quod is viam praeibat,quam multitudo omnis sequeretur, quam ab oresuo, id est facundia ducebat''·, s. auch PaulysBealencykl. 3 s v. Hercules S. 1190); aber wennauch die Namensform .Ogmios gräcisiert seinwird, so läfst sich doch am keltischen Ur-sprünge kaum mit Recht zweifeln, wenn uns

vellicus s. J. Becker va.Ja.lwbb. d. V. v. A.-Fr.im llhld. 17, 1851 S. 181; oben Sp. 1244 ff.s. v. Endovellicus. Wahrscheinlich ist in derInschrift C. I. L. 5, 5534 Herculi | Mer. t.ronno ] Ante. por. ta. no | u. s w. das WortMertronnus ein keltischer Beiname des Gottes(s. oben Abschn. VI). Hercules erscheint inBildwerken und auf Inschriften, allein odermit anderen Gottheiten zusammen, mehrfach

auch die Bedeutung des Wortes nicht bekannt 40 im Verein mit keltischen Gottheiten; so vor

ist (s. Zeufs, Gramm, celt. 1 S. 1 f., der erklärtOgmius deus ergo sermonis simul et sapientiae,quo utroque fit victor omnium, ut Hercules' [?];Holtzmann, Germanische Altertümer S. 175:ogmius = Vernunft, got. ahma). HoltzmannsVermutung (a. a. 0.), dieser Ogmios könnteStarcatherus (Starködr) sein, der in nordischenQuellen als sehr alt (drei Menschenalter) 1 , alsausgezeichneter Held, Sohn eines Gottes, als

allem auf dem Relief C. I. L. 6, 46 (abgeb.z. B. bei Montfaucon, LAntiq. expliq. 1 , 1Taf. 17 nr. 1), gewidmet folgenden mit Bei-schrift abgebildeten Gottheiten: Arduinne (alsDiana) Camulo (als Mars ) loci Mercurio Her-culi·, über Arduinna und Camulus s. obenSp. 475, 1 ff. und 850, 3 ff., Iuppiter und Mer­ curius nennt Caesar ( b. g. 6, 17, 1) unter denfünf Hauptgottheiten der Gallier; C. I. L. 5,

besonders berühmt durch seine Beredsamkeit 50 4854 Widmung an Hercules und die Iunones

geschildert werde, ist unhaltbar, da sie ganzverschiedene Religionsgebiete vermischt (vgl.zu Ogmios auch J. Becker in Jahrbb. d. Ver.v. A.-Fr. im Rhld. 42, 1867 S. 97). Caesar er-wähnt in der Aufzählung der Hauptgötter derGallier (b. g. 6, 17. 18) den Hercules gar nicht.In Inschriften aus den Gebieten mit keltischerBevölkerung tritt aber Hercules mehrfach mitkeltischen Beinamen auf, d. h. es sind ver-

(s. über diese als keltische Gottheiten s. v.Matronae); C. I. L. 6, 293 Widmung an Her-cules und Epona , das. 3, 4784 Widmung anHercules und Epona Aug. pro salute eines nichtnäher zu bestimmenden Kaiser Antoninus (überEpona als jedenfalls keltische Gottheit s. obenSp. 1286 ff.); C. I. L. 7, 1114 d: Altar mit Wid-mung an Mars Minerva Campestres HerculesEpona Victoria (über die Campestres als kel-

schiedene keltische Gottheiten mit dem römi- 60 tische Göttinnen s. oben Sp. 849, 47 ff.); C. I:L.

sehen Hercules identificiert worden. So derHercules Ilunnus Andossus der Altar-mschrift C. I. L. 12, 4316 aus Narbo ; Vorder-seite: Cn. Pompeius Cn. I. Hyla Herculi IlunnoAndose v, s. I, m., Rückseite: Leus HerculisInvictus signum argenteum p. p. XII de suaperennia _ fecit. Vgl. ./. Becker, Hercules An-dossus, im N. Bh. M. 14, 1862 S. 14 ff, der

3, 5193 Widmung an Mars Hercules VictoriaNoreia (über letztere vgl. s. v.). Zum galli-schen Hercules' vgl. C. I. L. 9, 2322 (Allifae)eine Widmung an Hercules Gallicus. Die Sagen,welche Hercules auf der Heimkehr von derTötung des Geryones durch die keltischenLänder gelangen und dort auch manches Aben-teuer bestehen lassen, mögen immerhin nicht