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Wahrscheinlichkeit, dafs Philostratus „jeneDarstellungsweise nur darum von Syrien nochweiter nach Osten bis Indien versetzt hat, weiler eben dieses Land als einen der gewöhn-lichsten Aufenthaltsorte der Greifen hatte nen-nen hören“. Aufser dem in Rede stehendenDenkmal ist mir von bildlichen Darstellungenfür die Bespannung des Wagens des Sonnen-gottes mit Greifen nur noch ein noch dazusehr unsicheres Beispiel bekannt, ein Votiv-cippus mit Relief aus grauem Kalkstein inTschernembel in Pannonia superior, auf wel-chem der Wagen des Gottes „von vier Tieren,welche mit ihren runden katzenähnlichen Köpfenvielleicht Greife vorstellen“, gezogen wird,A. v. Premerstein, AEM. 14 1891 p. 95 nr. 17.G. I. L. 3. Suppl. 3, 10822. Reitend auf einemGreif erscheint der Sonnengott auf einem ineinen Silberring eingesetzten Karneol bei Palmadi Gesnola, Salaminia p. 51 Pig. 62. Von denunbeschriebenen Seiten des Altars nimmt dieeine die Büste eines bärtigen Mannes mitschleierartig über das Hinterhaupt emporge-zogenem Gewände und Sichel in der R. ein.Natürlich haben wir darin nicht den griechi-schen Kronos, sondern eine syrische unterdessen Bild wiedergegebene Gottheit, etwaden Belos (s. ob. Bd. 2 Sp. 1498), zu erkennen.Die andere inschriftfreie Seite zeigt eine miteiner Binde geschmückte Cypresse, aus wel-cher ein widdertragendes Knäbchen hervor-ragt. Die Deutungen dieser Darstellung gehenweit auseinander. Um nur einige der neuerenanzuführen, so erklärt Lajard, Wem. de l’Ac.20, 2 p. 37 f.: le cypr'es enfantant l’Amour estl’embleme expressif de la Venus asiatique, Baltisou Beltis“. Veyries p. 61 f. sieht dargestellt dieGeburt des Attis , Ohnefalsch-Richter p. 106 diedes Adonis . Ich habe in den Jahrbüchern fürklass. Phil. 1894 p. 331 die Vermutung ausge-sprochen, dafs man in dem Knaben den nachin Dacien gefundenen Inschriften als BonusPuer Posphorus verehrten Azizus zu erkennenhabe, der als Lichtgottheit hier aus der Cy-presse, ähnlich wie der ägyptische Ra aus derSykomore, hervortritt. [Drexler.]
Malache (Malu%y) , eine Lemnierin, welchemit dem Argonauten Euphemos den Leuko-phanes zeugte, den Vorfahren des Gründers vonKyrene , Battos, Schol. Pind. Pyth. 4, 455. BeiTeetz. Lykophr. 886 heifst sie Lamache. [Stoll.]Malagbelos s. Malachbelos.
Malavisch (malavis%), etruskischer Nameeiner Göttin auf fünf Spiegeln. Nur einmal,auf einem Spiegel von Corneto (Tarquinii) beiPasinati in Rom ( GamurrApp. 773) erscheintsie nackt, mit der Namensform malavis, nebenrechts artumes = "AgTSfiis (männlich gebildet,mit Chlamys?), eingerahmt von he[rcl]e =IlQaxXrjg und n[e]lu = Nglsv g (?), wohl un-echt oder mit falsch beigesetzten Namen.Sonst -wird sie von dienenden Göttinnen (mun-ftuz; hin&ial; zips oder enie, epie, s. d.; res-pialc), mehrfach in Gegenwart der turan —AtpQoShrj, geschmückt. Auf einem Spiegelunbekannter Herkunft, der aus der SammlungDurand (s. de Witte, Cat. Bur. p. 419 nr. 1969,mit Note von Lenormant) ins Mus. Portales-
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Gorgier übergegangen ist, sitzt sie reich ge-kleidet, mit Diadem, Halsband und Prunk-schuhen, auf einem Sessel, während ihr dasHaar gescheitelt und geflochten, das Antlitzgeschminkt und ein Spiegel vorgehalten wird;s. Gerhard, Etr. Sp. 3, 203 t. 213. Fahr., C. 1.1.2475. Einfacher sind die anderen Darstellungen;s. Gerhard, Etr. Sp. 3, 206 — 207 t. 214 — 216.Panofka, Bie Malachisch (verlesen nach 1.1, 6)in d. Abh. d. Berl. Akad. 1846 p. 219 ff. Fahr.,C. I. I. 2497. 2507—2508. Gl. I. col. 1101; vgl.noch Braun, Bull. 1845 p. 8f. Ann. 23 = 1851p. 150 ff. Gerhard, Schmückung der Helena undÜber d. Gotth. d. Etr. nt. 88. Corssen, Spr. d.Etr. 1, 340 ff. Bergk, Arch. Ztg. 1845 nr. 26 u. 30.Die Göttin ist teils als Helena gedeutet worden,teils als Charis; Corssen leitet ihren Namenaus ά-μαλός und videre ab, als die „Sanft-bliekende“. [Deecke.]
Malbaclios s. Malachbelos.
Maleatas (Μαλεάτας), Beiname des Apollon in Lakonien , Paus. 3, 12, 8, besonders aberim argivischen Epidauros , wo auf dem BergeKynortion sein Tempel stand, Paus. 2, 27, 7;der Asklepiostempel heifst ιερόν τον Απόλλω-νος τον Μαλεάτα καί τον ’Αοκλαπιον auf einervon Staes, ’Α&ηνα, ανγγραμμα περιοδικόν κ.τ.λ.(1889) 1, 289 ff. (vgl. Baunack, Aus Epidaurosp. 104) herausgegebenen Inschrift; ein ίερεύςτον Μαλεάτα Απόλλωνος καί &εών ’ΑζεοίωνΛαμίας Ανξηβίας, Le Bas-Foucart, Pelop. 146 b.Prellwitz bei Collitz, Sanvml. d. griech. Bial-Inschr. 3, 3337; Weihinschriften: ΑπόλλωνιΜαλεάτα Σωτήρι δ ίερεύς Διογένης, Ephem.arch. 1883 149 = Baunack, Studien 1, 94 nr. 41.’Απόλλωνι Μαλεάτα και Σωτήρι ’Αβκληπιώ,Ephem. arch. 1883 237 — Baunack a. a. O.118 nr. 61, vgl. Aus Epidauros p. 13, nr. 61;vgl. auch ’Α&ήναιον 10 p. 554 nr. 7 p. 550 nr. 1,wo die Inschriften aus Epidauros ’Απάλλωνι MAresp. M zu Μαλεάτα zu ergänzen sind. DerPäan des Isyllos ( Kabbadias, Ephem. arch. 188565 ff. v. Wilamowitz , Philol. Untersuchgn. 1886Heft 9. Blafs, Jahrb. f. Philol. u. Päd. 1885822 ff. Baunack, Studien 1, 147 ff. Prellwitza. a. 0. 3342) war ’Απόλλωνι Μαλεάται καιΆοκλωπιωι geweiht, ν. 2; Isyllos selbst leitetv. 27ff. den Namen Μαλεάτης von Malos, derzuerst dem Apollon einen Altar geweiht undgeopfert habe, ab; freilich widerspricht demder Umstand, dafs er Μάλος, aber Μάλεάτηςmifst, und mit Recht weist Wilamowitz a. a. 0.91 darauf hin, dafs Malos nur zur Erklärungdes Namens Maleatas emgeführt ist. Fernererscheint der Apollo Maleatas auf einer In-schrift aus der Nähe von Prasiai ( Μαλεάτα )auf einem Weihgeschenk aus Bronze, eine Ziegedarstellend, Corr.hell. 1,356. Wide, LakonischeKulte 71; Athen . Mitth. 3, 18 [= A. de Midder,Catal. des bronzes de la soc. arch. d’Athenes p. 187 nr. 1018 „Bouc, marchant ä gauche“.Drexler.], auf einer Inschrift aus Selinus beiTegea Κάρμος άνέ&ηκε τω Μαλεάτφ Corr. hell.1, 355 f. Athen . Mitth. 3, 18 [= A. de Midder,p. 155 nr. 857 „Statuette debout sur une based double gradin“. Drexler.]. Auch im thessali-schen Trikka gab es einen Kult des Maleatas:Isyllos 29 f. berichtet, man habe dort, bevor man
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