Band 
Zweyter Theil.
Seite
163
JPEG-Download
 

B R I E N Z UND BrIENZER-Sf.E. 165

ausgedehnte Aussicht auf alle Gebirge des Ober-landes. Die nördlichen Ufer sind lebendig vonWald, Kirschbäumen und den Dörfern Brienz ,Oplingen , Ober- und Nieder-Rieden , Rinlienbergund Golzweil. Der bewaldete Rinken - Berg unddas Schlots hnspttnnen bieten malerische Ansichtendar ; überhaupt giebt es eine Menge herrlicher Aus-sichten über den See, sowohl nach NO. als SW.nach lnterlaclien , Iseltwald , den Abend - Berg,und der iYie.few-Iiramide. H. Bieter hat eines sei-ner schönsten Blätter von dieser Gegend entworfen.

Wasserfall. Nicht weit von Brienz an derSüdseite bildet derGfe/j-Bach, der von dem Schwar-zen - Horn herkömmt, einen schönen Wasserfall(dessen Darstellung, ebenfalls von Bieter, so un-übertrefiieh ist); hier kann der Reisende, welcherdie Alpen nicht ersteigen will, die schöne Alpenrose{Rhododendron hirsutum) sehen und pflücken;denn sie steigt da bis an den See herab.

Mineralogie. Die Felsen von beyden Seitenbestehen aus Kalk und Thonschiefer. Auf der nörd-lichen Seite des Sees, am Brienzer - Berge, grtjbman, in einer Gegend Nunn genannt, in einerSpalte voll gelber Leimerde, den schönsten grünenund weissen Flufsspath in grofsen Massen ; es warenStücke dabey, welche vom reinsten Flufsspath inschwärzlich grauen spathigen Kalkstein iibergiengen;und vom letztem Kalkstein-Stücke, die viel schwe-. rer waren als Kalkspath, sich nicht zu Kalk bren-nen liefsen, und wohl Flufsspatsäure enthielten. Manfindet seit langer Zeit keinen Flufsspath mehr andiesem Ort.

His torisch eMerk Würdigkeiten. Brienz