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Zweiter Band.
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Buch II. Kapitel IV.

mit Willading schien er nicht ganz zufrieden zu sein; indessenmüsse man den Brief dennoch abgeben; denn wenn man auchannehmen wollte, daß die Vermittlung nicht angenommen würde,so würden diese Anerbietungen doch eine gute Wirkung für dieZukunft machen, und sie würden alle Kantone von der Theil-nahme Sr. Exzellenz an ihrem Glücke überzeugen. Der Be-richt sagt dann ferner, der Eifer des Majors Manuel sei un-vergleichlich. Er arbeite Tag und Nacht daran, den Hitzigstenfriedliche Gesinnungen einzuflößen. Als er vernommen, daß dasSchreiben Sr. Exzellenz verlesen und eine Kommission, um laMartiniere anzuhören, ernannt worden sei, so habe er in derEile nach dem Befehle Sr. Exzellenz eine Art von Rede auf-' gesetzt.

Der Großweibel zeigt dann la Martiniere an, wenn er dieMühe nehmen wollte, auf das Rathhaus zu kommen, so sei eineAbordnung beauftragt, ihn dahin zu begleiten, worauf er ant-wortete, daß er sehr dankbar sei für die Ehre, welche der Staatihm erweise, und daß er bereit sei, seinen Befehlen zu folgen.

Die Rathsherren Lerber, Steiger und der Kanzler Graf, alledrei Mitglieder der Kommission für das Münsterthaler Geschäft,kamen nun, nebst dem Gerichtsschreiber Wittenbach, um lO Uhr-Morgens und führten ihn in die kleine Rathsstube, wo derSchultheiß Willading, nebst einigen andern, dem Sekretär unbe-kannten Personen, zugegen waren. Der Schultheiß bat ihn, sichauf eine Bank, den Mitgliedern der Kommission allein gegen-über, zu setzen. Nachdem er seine Rede gehalten hatte, versicherteder Schultheiß, daß sie ihren Obern einen getreuen Bericht vonAllem machen werden, was er gesagt habe. Man begleitete ihnzurück mit dem nämlichen Zeremonie!, wie man ihn abgeholthatte. Als Herr Steiger, ein feiner und gewandter Mann, zuihm sagte: Warum eine Vermittlung? Würde eine förmliche Er-klärung von Seite des Herrn Bischofs nicht genüge»? so ant-