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Zweiter Band.
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Bericht des la Martiniere über seine Sendung nachBern. 543

wertete er: Sie wissen, daß bis jetzt die Briefe, die Zusiche-rungen und die Abordnungen ohne Erfolg waren. Ihre Herrenund Obern sagten, man wolle sie nur hinhalten; sie haben sichdarüber beklagt und beklagen sich noch; dem möchte Se. Exzel-lenz abhelfen und deßwegen anerbietet er seine Vermittlung.Steiger schien dann durch diese Antwort befriedigt.

Der Bericht von Martiniere sagt dann weiter: So eben seier von Seite des Staats bewillkommet und zu einem Mittagesseneingeladen worden, wo 5 Herren des kleinen und großen Rathsihm Gesellschaft leisteten.

Steiger, welcher das Wort führte, habe gesagt, man habeseinen Vertrag mit Vergnügen vernommen, seine Obern werdennur Verbindliches darin finden, sie seien durchdrungen von derGüte Sr. Exzellenz, und sie werden trachten, ihm ihre Erkennt-lichkeit zu beweisen. Da die Sache sehr wichtig sei, so werdensie sich bemühen, den Zweihundert ihren Bericht künftigen Mon-tag vorzulegen; wenn er vorher verreisen wollte, so würde manSr. Exzellenz den Beschluß durch einen eigenen Boten mittheilen,sobald er gefaßt wäre, worauf der Sekretär erwiederte: Wennihre Obern gestatten wollen, daß er bis Montags hier bleibe,so wolle er ihnen die Mühe ersparen, einen Boten nach Solo-thurn zu schicken.

Nach dem Rathe des Schultheißen Grafenried übergab erihnen eine Abschrift seiner Rede, mit seiner Unterschrift bekräftigt,damit man sie Montags vor den Zweihundert verlesen könne.Der Schultheiß habe Manuel seine Zufriedenheit mit der Redebezeugt, und geäußert, daß die hitzigsten Mitglieder des kleinenRathes ansangen, gemäßigter zu werden.")

Den 15. Brachmonat meldete de la Martiniere immer nochvon Bern aus dem Ambassador, daß daö Geschäft mit dem

l0 ) Bd. VI. S. 251.