S CH YVYTZ.
93
ten , und den Grundstein zur grofsen Eydgenos-senschaft der Schweitz legten ( s. die Art. Steinen,Luzerner-See , Bürglen , Altorf , Egeri, Sempach ,Nüfels). Schwytz war zur Zeit der Vertreibungvon Oesterreichs Vögten um die Hälfte kleinerals jetzt ; denn erst im XV. Jahrhundert erhielt esArt und Kiissnacht durch Kauf, die LandschaftMarch als Geschenk von den Appenzellern fürgeleistete Hülfe , die sogenannten Höfe durch Er-oberung , und Einsiedeln Die Bewohner dieserLandschaften, Art ausgenommen, wurden vonden freyen Schwytzern als Unterthanen bis zumJ. i'jfS beherrscht.
Neueste Geschichte. Den Kant. Schwytzbetrat nie der FuFs eines Feindes; bey der Schlachtvon Morgarten im J. 1315 draug der Oesterreichernicht über dessen Grenze. Nach 483 Jahren er-schienen zum erstenmal wieder fremde Kriegsleute,die den Befehl ihrer Gebieter den Schwytzern mitGewalt aufdringen wollten. Die Franzosen dran-gen auf sie ein (s. Bern , Leman und Richters-wyl ). Ohne Hülfe, und ganz allein stehend, wi-dersetzten sie sich mannhaft und heldenmüthig derfremden Tyranney. Die ersten Gefechte Fielenden 30 April 1798 bey TT ollrati und Richterswyl ,am 2 May bey Rothen- Thurm, Schindellegi, Art,Morgarten und am Ezel vor. Am 4 May schlos-sen der französische General Schauenbug und derSchwytzer - Landeshauptmann Aloys Reding eineKapitulation, vermöge welcher von den Schwytzerndie Waffen niedergelegt wurden, die Franzosenaber den Kanton nicht betreten sollten. Den 13September desselben Jahrs, gleich nach der an