Band 
Vierter Theil.
Seite
160
JPEG-Download
 

160 Thuner-See.

bleibt m dem Schif und steigt auf der andern Seitdder Nase aus, wo man zur Hohle nur St. 2usteifen hat. Die Aussicht vor dieser letztem istsehr schön ; aus ihr stürzt der Beaten-Bach her-vor — Wenn man wieder herab gestiegen ist, sofährt man auf dem See nicht bis an dessen Anfang,sondern man landet bey Neuhaus. Hier tritt derLohn- Bach aus dem Habkern*-Pha\ in den See;nahe dnbey ist' ein Heilbad für offne Wunden;gegenüber erhebt sich der Abend-Berg, an dessenFufse Dättlingen , und am Einflufs der Aar inden See lleste eines Schlosses Weissenau. VonNeuhaus zu Fufs bis Unterseen t St. (s. diesenArtikel); vyer nicht gehen will, läfst sich aus demDorfe kleine Leiterwagen holen.

Geognost. Thatsachen. Die Gebirge,welche südlich und östlich den See umgeben, be-stehen aus Kalkstein ( s. Stock-Horn und NiesenJ.Die JP'and - und Hallig - Fine sind das äusserstesüdwestliche Ende der Pilatus- Kette , welche zwi-schen Jjnlerwalden , Brienzer - See , Entlebuch und £/n//ie«-Thal zieht. Nördlich derselben liegtdie NagelHue- und Sandsteinformation, welche intem Artikel Rigi weitläufiger beschrieben ist. DieSchichten des Kalksteins an den Wand- und Ral-/rg-Fluen streichen von NO. nach SW. und senkennach S. Die Nagelflue zeigt dieselbe Streichungund Senkung ; das südlicher liegende Kalkflötzliegt also auf dem Nagelflue auf. Dieses Aufliegenkann man an der Rallig - Flue beobachten. AmBeaten - Berg finden sich in schwarzem Schiefer.Turbiniten und Teilinuen. In dem Kalkstein beyMerlingen ist ein weiches Erdharz enthalten, wel-ches