U HTER WALDEN.
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Süden, nnd der Zorn-Bach von Norden, in aus-serordentlicher Menge seit Jahrtausenden in denSee führten, und ihn endlich so ausfüllten, wiewir es jetzt sehen.
Unterwalden. ( der Kanton ) , ist einer der dreyUrkantone, welche vor dem XIV. Jahrhundert dieW aldstädte genannt wurden. Dieses Wiesen- undAlpenland besteht aus vier Thälein, enthält 5Seen, und wird von der j 4 a und dem Me/c/z-Bache durchströmt. Seine Gebirge steigen von2600 bis 10000 F. übers Meer, und die Surenen-Alpen und der Titlis tragen unvergänglichen Schneeund grolse Gletscher. — Die Einwohner von Un-terwalden gehören zu den Alpen - und demokra-tischen Völkern der deutschen Schweitz , sindkatholisch und habtn sich von jeher durch einernstes, andächtiges Wesen und unbedingten Glau-ben an ihre Priester ausgezeichnet. Alpenwirth-schaft ist ihre einzige Beschäftigung ; nur im En-gelberger-Thal wird Floretseide gesponnen. (Ueberdie Geschichte dieses Kantons s. man den ArtikelSchwytz ). — Seit dem J. 1150 ist Unterwalden inzwey abgesonderte Bezirke eingetheilt, welchedurch den Kern - Wald geschieden werden; des-wegen wird der höher oder nach S. liegende Be-zirk ob dem ff'alde oder Obwalden , und dertiefer oder nach N. liegende nid dem ff r alde oderNidwalden genannt. Beyde Beziike bilden seitdem J. i3oy zwey Jür sich bestehende Freystaaten,die in gewissen Beziehungen gemeinschaftlich han-deln und in dein Bunde der Eidgenossenschaft nur als Ein Staat betrachtet werden. — Die KlösterEngelberg , St. Leodegar in der Stadt und Münster .