Band 
Vierter Theil.
Seite
211
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Visper-Thal.

in

Geognost. Thatsachen. Durch dasVispach-Thal streichen Glimmerschiefer, Topfstein, Gneifs>glimmerreicher Kalk, Serpentin und Jade (magrerNephrit). Bey Termine sind Topfstein- oder Gilt-stein-Gruben ; auch wird hier viel Amianth gefun-den ; der hiesige Topfstein, welcher gröber undunreiner als der bey Chiavenna ist, wird zu Ofen-platten verarbeitet. Im Hintergründe des Saafser-Thales bricht Jade (Bitterstein) mit Schtnqjagdit(lapis nephriticus), wovon so viele gerollte Stückean dem Genfer - See gefunden werden. Das Mat -fer-Horn scheint aus drey Paralell - Schichten zubestehen, wovon die oberste isabell gelblich, diezweyte grau, und die dritte wie die erstere aus-sieht. Die erste und dritte Schicht bestehen ausSerpentin, abwechselnd mit glimmerigem Kalkstein;die zweyte scheint Gneifs und Glimmerschiefer zuseyn. Das Breit-Horn besteht fast ganz aus Ser^pentiu, äusserlich von isabell bräunlicher, inner-lich von grüner Farbe; enthält viel magnetischenEisenstein in wunnarliger Form, woraus, wenndie Mine aufgelöst ist, Löcher entstehen, welcheaussehen, als hätten Würmer den Fels zerfressen«Man findet auch hier blättrigen Serpentin, undhin und wieder Glimmerschiefer ohne allen Quarz.Der Felsengrath bey dem Joche des Matter -Hornszeigt von dem untersten Theil nach oben: i) GrauenGneifs mit Hornblende und Feldspathadern. 2)Höher: Grünen Glimmerschiefer mit Kalkspath-adern und Eisenpiriten. 3) Braunen Gneifs mitvielem Glimmer. 4) Gneifs mit bestimmten Kör-nern. 5) Eine Schicht körnigen Feldspaths. 6) Schwar-zen Speckstein mit vielem magnetischen Eisenstein.

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