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ich gleich oft und viel und unvorsichtig iu die Welt hineingelaufen bin,und das vermehrt meinen Frohsinn nnd meinen Dank zum Himmel.

Kant schrieb die schöne Abhandlung: „Von der Macht des Ge-müths, durch den bloßen Vorsatz seiner krankhaften Gefühle Meisterzu werden," bewies aber seine Lehre gerade nicht durch Thaten. Besserverstand Scume, der zu Töplitz schlummert, das hohe Porter vt ob-äurr>,' nnd das Leben des veredelten Cynikers ist eine wahre Schuleder Lebensweisheit. Das Thier erhält sich durch Instinkt, der Menschdurch den Geist, der über den Leib herrschen soll. Der Hnrone singtsein Trotz- oder Sicgcslied, während der Feind seinen Leib quält nndzerfleischt, denn er will den Schmerz nicht siegen lassen und ein Mannsein. Moritz von Sachsen, todtkrank, lenkte und gewann die Schlachtvon Fontcnah, und am Vorabend kündigte sein Feldthentcr an: Oomuinon äonnara als ob man in Paris wäre. Pascal, wenn er sichauch von seinen Phantasmen, daß neben seinem Stuhl ein Abgrundsei, nicht loszumachen wußte, dachte trotz seiner Zahnschmerzen übereine mathematische Ausgabe schars nach, löste sie, nnd weg war seinZahnweh! Der gute blinde Pfcffel konnte laut auflachen, so oft ihmJemand im Gespräch sagte: „Sehen Sie nur, lieber Pfcffel!"

Die Allmacht der Idee, selbst einer krankhaften Idee, zeigt sichnirgends anschaulicher, als in der Geschichte unserer Einsiedler undMönche, der Fakirs nnd Bonzen des Orients nnd anderer Religions-schwärmer nnd Selbstqnäler. Ein Benediktiner neuerer Zeit sogarließ sich bei einer Operation am Stein weder festhalten noch binden,verließ sich ganz auf den Beistand seines Heiligen nnd des Kreuzes,das er fest an den Mund drückte, und nach geendeter Operation fragteer: „Nun, sangt ihr denn bald ordentlich an?" Epaminondas fiel inder Schlacht, wie Nelson; der Gedanke des Vaterlandes, des Siegsnnd Nachruhms warf den letzten Tagesschimmer der Freude auf dieMiene der Sterbenden, wie in mancher heißen Rcttnngsschlacht vondem Joche des übermüthigen Cvrscn.

Eine Hauptrolle, wenn die Idee herrschen soll, gebührt der Kunstzu vergessen, nnd diese beruht darauf, die vorherrschende traurige Ideein den Hintergrund zu manövriren. Reisen sind ein herrliches Zer-strcuungs>nittel, noch besser ein angenehmes Ereigniß nnd wiederkehren-des Glück. Ein Unglück neuer Art kann sogar das alte vergessenmachen; daher veranstaltet es auch die Vorsehung!, daß selten ein Un-glück allein kommt. So wirkt ein Trauerspiel auf einen Unglücklichen

> Ertrage und daure aus. — r Morgen nnrd man aufführen u. f. w.