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Das Leben trägt einmal Svccus nnd Kothurn, ^ und nach Homerstehen zwei Fässer, das eine mit Gntcm, das andere mit Bösem ge-füllt, in Jupiters Vorzimmer; der Melancholiker sieht in letzteremdas Heidelberger Faß, der Sanguiniker glaubt, daß Jedem sein be-scheiden Theil geworden.

Moses hat dies schon erfahre»,

Und sein Bruder A-aro».

Noah, und die mit ihm waren,

Sahen nicht die Gnadensonn'.

David, Joseph nnd EliaS,

Petrus, Paulus und Tobias,

Trugen auch ihr Theil davon.

Gerade in der Mischung von Glück und Unglück liegen Gut-Herzigkeit, Sanftmuth und Liebe, und in unserer Alltagswelt kommtman nicht fort ohne das veoiain äamas potinnisgus vieissim, 2 Masauch nicht mehr denn billig ist. Sehr glückliche Menschen, wie Er-oberer oder Leutchen, die von Stufe zu Stufe aufwärts gestie-gen sind, ohne selbst zn wissen wie, weil etwa ihre Person dem Herr-scher gefiel, oder reiner Zufall sie begünstigte, sind in der Regel diehochmüthigstcn, egoistischsten Menschen — wie ganz anders die, welchedas Schicksal geschüttelt hat? Herkules und Simson wären vergessenhätte Jener sich nicht mit Ungeheuern und Dieser mit Philistern her-umgebalgt. Unglück hat schon an nnd für sich etwas Ehrwürdigeswie Marins auf den Trümmern Karthago's, oder Paulus Aemiliusblutend und entstellt auf einem Steine zu Canuä: „Varro hat michzuerst besiegt und dann erst Anuibal," sagte er uud stürzte sich vonNeuem in die Schlacht, um den Tag nicht zn überleben. — Anhal-tendes Glück aber macht u»r gewöhnliche Excellenzen oder Hochwürdcnnnd Contingentsoffizicrc vor hochgräflichen Pforten.

Der melancholische Britte erschießt sich um ein Nichts; CompLpcMatthicu distinguirt: „Mein Tod ist entweder nahe oder ferne; ist ernahe, warum ihn noch beschleunigen, ist er ferne, so haben wir jaalle Zeit, den Ausgang des Unglücks abzuwarten." Freude und Leidsind Kameraden; selbst der höchste Genuß hicnieden endet mit Seufzenund Konvulsionen. Auf Regen folgt Sonncuschciu, auf den Charfrei-tag Ostern und Pfingsten, auf Petri Kcttcufeier — Pctri Stuhlfeier.Wenn wir an etwas denken, das vorüber ist, sehen wir zur Erde, beietwas Zukünftigem — aufwärts gen Himmel.

. ' Sah'? «omödi- und Tragödie im -iniit-n Tiaina. - - Wir gebe» »,,d »er-

langen wechselseitig Verzeihung.