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Landes der Träume und am Pfuhl der betrogenen Hoffnung — nurWenige gelangen auf dem vierten und schmalstcn Arme in das Länd-chen des Genusses, der Freude und Ruhe, nach dem Thale des Frie-dens. Schade, daß nur die Zeit zu solchen Lebcnsansichtcn führt, wowir anfangen einzusehen, daß man nicht Alles glauben muß, was manwünscht, auf kein Versprechen bauen kann, so lange es nicht erfülltist, und auf kein Geld zählen darf, so lange man es nicht in derTasche hat, und selbst da — gibt es nicht Taschendiebe?
Kennen Sie das Gcschichtchen von der Fee, die einem jungenEhepaar drei Wünsche binnen acht Tagen erlaubte? Vor lauterWünschen wußten die Leutchen nicht, was sie wünschen sollten, sie wag-ten kaum daran zu denken, aus Furcht, es möchte für gewünscht an-gesehen werden; vor einer Schüssel Kartoffel sagte die Frau in allerUnschuld: „Wenn wir nur eine Bratwurst dazu hätten," und da lagdie Bratwurst; „daß Dir die Wurst am Maule hinge!" rief der er-zürnte Mann, und sie hing — und nun blieb für den dritten Wunschnichts übrig, als die Wurst wieder loSzuwünschen, und so waren sie umnichts reicher als um eine Wurst, die unmöglich schmecken konnte. DasEhepaar muß noch im Honigmond gelebt haben, sonst hätte vielleichtder dritte Wunsch eine andere Richtung genommen, unbeschadet desZweckes der Ehe.
Lebensweisheit ist, wie schon der Name sagt, eine reine Scienzim höhcrn Sinne, die Cardiualtugend Prudentia der Alten, und einemoralische Chemie, die von den Dingen alles Unwesentliche scheidet,das Einbildung und Sprudelgeist angesetzt haben. Kein unwichtigerTheil dieser Wissenschaft ist die Berechnung, wie viel oder wenig wirnach Verhältniß unseres Standes und Vermögens brauchen, wie vielwir uns von theuren Anverwandten, getreuen Nachbarn und dergleichennoch weiter abschneiden lassen können? Knigge's berühmtes Buch überden Umgang scheint mir weit unter Seneca, Köppcn und Pockels zustehen; Knigge und Franzosen und Gracian und seine Verdeutschelehren eigentlich nicht Lebensweisheit, nicht einmal echte Lebensklngheit.sondern mehr Lebenspfiffigkeit, die nur den Kindern dieser Welt, abernicht Kindern des Lichts gefallen kann. Die bekannten englischen unddeutschen moralischen Wochenschriften haben sicher mehr genutzt, so wieich Baco's sermonos Allstes seinen! novam or§anon und seiner lliAul-tas seientiaruin vorziehe. Wir hätten ein gutes Buch weit nöthiger:„Ueber die Kunst, mit Menschen umzugehen, die von Knigge gelernthaben, und über die Kunst, mit uns selbst umzugehen," die dem, der