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XI.

Rede in die zweiuuddrcisng Winde an Jünglingeund meine Zeit.

Willst, o Sterblicher, du baS Meer des gefährlichen LebensFrvh durchschiffen und froh landen ini Hafen dereinst.

Lasi, wenn Winde dir heucheln, dich nicht vom Stolze besiegen,Laß, wenn Sturm dich ergreift, nimmer dir rauben den Muth,Männliche Lugend fei dein Ander, der Anker die Hoffnung,Wechselnd bringen sie dich durch die Gefahren aus Land.

Nic, Geliebte in Christo, locht man lieber, als in der Jugend,und doch ist dos Lochen und dos Lächerliche gerndc nm wenigsten fürdie Jugend —

Jetzt wißt ihr noch nichts von dem Elend,

Wie Grazie« lacht das Leben euch. —

Auf! waffnct euch mit der Weisheit!

Denn, Jüngling, die Blume verblüht.

Blicket empor zu dem Schönen, Großen, Erhobenen und Heiligen, imGeiste der Alten empfangen und geboren, und ihr werdet — Männerwerden; wenn ihr ober schon jetzt im Spiel zerfließet, da kommt esmit Euch »ie znm Ernste, dem allein der Scherz mit dem Verkehrte»geziemt. Ernst ziert den Mann, schreibt ihr in die Stammbücher,ober wahrlich! wahrlich! ich sage euch, Ernst geziemt noch weit mehrdem Jüngling, dessen Brust glüht, sich auszuzeichnen und ein Mannzu werden im hohen Sinne des Worts — ein solcher Jüngling istauch bescheiden und weiß nichts von dem Wcltton, der das erhabeneMotto gerade umdreht: plus osss guain vickeri. ^

Wollen ist zwar noch nicht vollbringen, aber i» insgnis voluissssät sst. b Der Schütze muß immer höher zielen als er treffen will, ermüßte denn nur nach Fischen schießen, wo der umgekehrte Fall eintritt;immer auf einen Minister losgcgangen, wenn man auch als Dorfbcaniter

1 Das Leben, LueiliuS, ist ein strenger Kriegsdienst. — r Mehr sein, als scheinen. —» Bei großen Unternehmungen genügt auch schon der Wille.