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[Erster Band. - Zweiter Band.]
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oder Nemo verscheidet, hat noch selten geschadet. Unsere schönsten Kennt-nisse knüpfen sich oft an fromme Jugendwünsche; spanische Lustschlösserund geniale Träume — sie werden zu Wasser, jene aber bleiben. DasWerk, das man schreiben will, ist darum noch nicht geschrieben, aberschon das Wollen hat sein Gutes. Achtet das Stundenglas der Zeit,das Leben ist aus der Zeit gemacht, zertretet es nicht, damit der Mannnicht bloße Scherben finde und den verlaufenen Sand, die erste Hand-voll in sein Grab. Das Absolute, um mit den neueren Philosophenzu sprechen, sei euer Ziel! 8ela!

Noch viel Verdienst ist übrig,

Aus! erwirb es nur,

Die Welt wird's kennen.

Sehet auf und hebet eure Häupter empor, die Erlösung naht, dieErlösung von Unverstand und Verzagtheit, von Mißmuth und Trüb-sinn. Die Unruhe, die desto größer ist, je mehr in einem liegt, löstsich, wenn der Kreis durch die getrimmte Welt beschrieben ist, in Ruheauf. „Ich bin dein Meister," spricht das Schicksal; „aber ich nichtdein Sklave," spricht der Mensch, und der Kampf beginnt; beide siegenund werden besiegt, bis das Grab den müden Kämpfer aufnimmt.Prometheus hat zwar seinen Thon mit Thränen angefeuchtet; aberLebensweisheit lehrt, wie man mit dem Schicksal auskommt ohne ewigenKampf, und in der Schule des Unglücks duldet, bis die Sonne wiederlächelt. Lebensweisheit hat noch Keiner besessen vor der Zeit; aber sieist ein Baum, den schon der Jüngling pflanzen und warten muß, da-mit er für die größere Hälfte des Lebens der Früchte genieße. Lebens-weisheit ist doch immer besser, als das Glück eines angeborenen Leicht-sinns, der ungemeine Aehnlichkeit hat mit dem Glück gelehrter undungelehrter Bursche ohne Wechsel und Felleisen, oder mit dem Glückder Bettler und vollendeten Cyniker, und wenn auch Schicksal undJahre das rauschende Allegro der Jugend in die halben und Molltönedes Adagio umstimmen, kann man dennoch auf ein sanftes Allegrozurückkommen und zu Zeiten im Studcntenkollet erscheinen mit Sporenund Reitpeitsche.

Wo ist das Leben, das je glänzend und heiter über die Erde hin-gezogen wäre ohne Leiden, die läutern und dann vorüberziehen wieWolken vor dem Blonde? Kann man auf den Schlachtfeldern unsererblutigen Zeit gegen den Schöpfer murren, so viele zerschmetterte Arme,Beine, Köpfe und stöhnende Leichen geschaffen zu haben? Bekümmert