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das Drama, wo lächerliche Dinge noch durch Ton, Geberden, Mienen,Kleidung rc. unterstützt werden, die höchste Anschaulichkeit, folglichauch das höchste komische Interesse. Der Holländer, der in einemschönen Garten durch ein Maucrfcnstcr ins Freie sieht, dünkt unskomisch, noch komischer aber wird er, daß er, durch Armuth verhindert,ein Sorgvliet' zu bauen, wenigstens eine kleine Mauer mit einemGiickcrchcn baut und durch solches den Kopf hinansstrcckt in HollandsNatnrschönhciten!
Klarheit und Kürze mögen die letzten Bedingungen sein, denn derWitz verschmäht Anstrengung; über dem Nachsinnen vergeht die Lach-lust, und über einer zu merklichen Vorbereitung, Zergliederung undErklärung alle llcberraschung. Wenn es in Wernike's Hans Sachs heißt:
So mach, ei» Domherr sich auch gegen Streiche fest,
Eh' Wiirzl'nrgS Hochstlft ihn in Chor und Keller läßt —
so muß uns erst eine Note sagen, daß nach einem alten Recht derNcnanfgcnommenc mit Ruthen auf den entblößten Rücken gepeitschtwurde, bevor er im Chor singen und im Hofkeller sich betrinkendurfte (um hohen Adel zu verscheuchen), aber pluisanteris oxpllynson'ost z,Ius plnisantorio. ^
Noch eine Eigenheit hat das Lächerliche, die ich meinen hochzuver-chrendcn Lesern als Autor über das Lächerliche recht angelegentlichans Herz gelegt haben will, ehe ich mich dem Strom überlasse. Eswill genossen werden wie Consect, nicht in Masse, sonst verdirbt esden Magen, und ein verdorbener Magen gibt keinen guten — Recen-senten. Wenn überhaupt jedes Buch einem Gastmahl gleicht, das nichtjeden, Gaumen zusagt, wenn es auch der beste französische oder böh-mische Koch bereitet hat, so gilt dies in weit höherem Grade von einemaus bloß komischen Ingredienzen bestehenden geistigen Mahle; oft hatauch der Gaumen mehr Schuld als der Koch, und der Kops mehr alsdas Buch, was ich höchstprcislichen Recensenten zunächst ans Herz ge-legt haben will, zumal denen, oie durch allzu viel Sitzen und Denkenan Verstopfung leiden, oder zu nahe am Nesenbach wohnen. Dierichtigste Probe des innern Stcrlinggchaltes komischer und witzigerSchriften ist deren Ucbcrsetzuug in eine fremde Sprache. Verlierensie zuviel, so ist es kein gutes Zeichen, denn das wahre Komische undWitzige muß Aristänets schöner Frau gleichen: »Inäuitur fnrmosa,sxuitiir ipsa formn äst. ° Hicbei versteht es sich von selbst, daß die
l Landhaus. — 2 yin erklärter Scher; ist kein Scherz mehr. — » Ist sie beneidet, soist sie schön; 'st sie entkleide», so ist sie die Schönheit selbst.