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innigen eines fruchtbaren Gegenstandes aus einem Princip abzuleiten,aber — es klingt nur so, und gerade bei unserem Warum? möchteein Darum höchst unphilosophisch sein. Es bleibt ein seltsamesRäthsel unseres Organismus, daß wir am Ungereimten, welches ansich einer denkenden Seele zuwider ist, unter gewissen BedingungenVergnügen finden, und daß solches einen Nervenkitzel hervorbringenkann, ohne dessen wohlthätige Wirkungen tausend Ungereimtheitenhienieden uns unerträglich sein würden und finstern Murrköpfcn auchunerträglich sind.
Die zwei großen Denker alter und neuer Zeit, die sich mit demLächerlichen philosophisch befaßten, Aristoteles und Kant, sind vielleichtmit ihrer Auflösung bloß darum gescheitert, weil sie solche nur auf einemWege suchten: ersterer enthalt mehr eine Entschuldigung unseres Lachensals eine Erklärung, und Kant verliert sich in Physiologie. In der That,wenn wir so viele große Männer fehlen sehen, so daß es Sprüchwort ist:Ilullnm magnum Ingenium 8MS mixtura tlemvnU« ', wenn wir ge-wisse Geniestreiche vor Augen haben, wo sich große Männer kleinzeigten, weil sie außer der Sphäre ihres Geistes hernmirrten, solltenwir nicht eher statt des Lachens ausrufen: „Geschieht das am grünenHolz, was soll am dürren werden?" Sollten wir nicht sammt undsonders im großen Narrenspital unsere Kämmerchcn haben? Aber be-vor wir denken, hat die Natur schon gelacht! Unsere zwei Seelen, dievernünftige und unvernünftige, dialogiren, wie Xcuophons Araspes,gewöhnlich zu spät, und wir haben meist schon gelacht, ehe wir anFranz von Assist denken, der seinen Bruder Esel schlechterdings wieeinen Esel behandelt haben will, damit es in unseren innern Oekono-mien gut stehe!
Lachen und Weinen bestehen einmal in einem Empfindungsdrang,wovon wir uns unwillkürlich durch Explosion losmachen müssen, undsind so etwas unnennbares, daß wir, wollen wir es begreifen, selbstlachen oder selbst weinen müssen. Unter den drei Kräften des Menschen,die Kant annimmt, steht Sinnlichkeit oder das Empfindungsvermögenoben an, dann kommt der Verstand oder die Fähigkeit, zu denken; zurdritten Kraft, zur Vernunft oder zur Fertigkeit im Denken, bringenes Millionen nicht. Erhaben und begeisternd ist die Idee von Men-schenwürde, auf die der Königsbcrger Weise so oft zurückkommt, abernur zu oft muß man dabei an den Weisen der Stoiker denken, der
i Kein großer Geist ohne eine Beimischung von Thorheit.
Demolritos. I.
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