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[Erster Band. - Zweiter Band.]
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Katholiken halten die hochwürdigcn Beichtvater stets das Taschentuchvors Gesicht und absolviren die knicenden Sünder, daß sie schivitzcn,Mögen aber zu Zeiten doch im Falle der Auguren sich befinden. Mirfallen stets die verdammten Auguren ein, wenn ich Privilegirte mitPrivilcgirtcu lachen sehe — selbst Aerzte mit Aerzten, Advokaten oderNcchtsfrcunde mit Ncchtsfrcunden, Kaufleute, vorzüglich auf der Leip-ziger Büchermcsse, Juden mit Juden, immer fallen mir die verwünschte»Auguren ein!

Demokrit lachte, Heraklit weinte, der eine betrachtet das Lebenals Trauerspiel, der andere als eine Posse oder karcis 6s j-lsisir,und Beider Ansichten flössen im Grunde aus dem Prinzip der Eitel-keit, sie verachteten die Menschen um sich her. In einer solchen Stim-mung war es auch, wo ich die Grundlage zu diesem Werke legte —schade, daß das angenehme Selbstgefühl, das sich mit Andern ver-gleicht, seinen höher» Werth fühlt und sich in der Gabe, seine arm-seligen Umgebungen zu durchdrungen, gefällt, so leicht in »inthwilligcnUcbermnth übergeht und dadurch unsittlich oder unfein wird. Leidergleicht das Echo der Natur Stcrne's Küchenmagd: tief gerührt ver-kündet der Korporal Trim den Tod Bobbh's in der Küche, bewegtAller Herzen durch seinen Schmerz, Obadiah ruft: „Ach! er ist todt!"aber das Küchcnmcnsch kreischt: »80 am not — „aber nicht ich!"

Gott der Vater bewahre Jeden, um der Menschenliebe willen,vor dem leisen Gehöre, die leisesten Töne der Menschcnhcrzen so deut-lich zu vernehmen, wie man sie in Shandy's Küche oder in Krähwinkelvernimmt, wo man sich offenbar zu geuan kennen lernt. Ist es einWunder, wenn da Feindschaften weit spinnenartiger sind, als in Groß-städten, wo man sich mit häuslichem Glück nnd einigen Freunden be-gnügen, allen klebrigen unbekannt, oder am öffentlichen Vergnügenganz privatim Antheil nehmen kann? Krähwinkler kopircn Großstädtergerade von der unrechten Seite, wenn sie Casino's, Resourccn undHarmonien anlegen, die selten recht fort wollen, eben weil sich Alleszu genau kennt. Endlich wird aus der Harmonie vollständige Dishar-monie, oft über wahre Kleinigkeiten — die Faktionc» Kasimir nndMatthcs beneiden sich, wenn das Casino der einen um ein paar Land-pfarrer reicher und glänzender ist, als das andere, oder fangen grim-mige Fehden im Wochenblatt an, das oft im nächsten Bezirk nichtgelesen wird, als ob solches durch ganz Europa gelesen würde! Inder That, ich beneide jene gutmüthigen Philosophen, die da glaubten,man träte der Güte der Menschennatur zu nahe mit dcni Princip der