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zittcrungcn die Sensationen hervorbringt!!, folglich können wir nochweniger erklären, wie die Sensationen der Seele mitgetheilt werdenund am allerwenigsten, worin jene Wechselwirkung so eigentlich bestehe,daher wir uns lediglich an die Wirkung selbst halten müssen. DieEintheilung in Geist und Körper, Leib, Seele und Geist, oder in dasreine moderne Ich sagt uns so wenig, als die einst hochberühmteHarmonik prkostadilita, des großen Leibnitz. Zu jedem Bilde und ZUjeder Idee zuckt eine Nerve oder Fiber — basta! Sind wir froh, soist auch der Körper froh, sind wir traurig, so schleicht auch dieser,wie unsere Ideen; im Schrecken oder in der Verwunderung stockt derGeist wie der Leib, und beide sind in voller Bewegung in stürmischerFreude oder im Jähzorn. — Nichts ist Rasenden peinlicher, als einestille horizontale Lage, die Ruhige gerade suchen. Der größte Geistmuß stets von seinem Körper sagen: vimiäium auim« mow, so langees hält, und dann wieder: Ikon onmis moriar!' Den Sieg über dieNatur verdankt der Mensch dem Geist, wie das Schiff seinen freienLauf durch die sich widersetzenden Wellen der über sie hiuflutendcnLuft, und so wollen wir uns zufrieden geben, wenn unser Wesen imGanzen noch heute für uns das ist, was das X in der Algebra, d. h.eine unbekannte Größe
Die Wechselwirkung des Geistes auf den Körper gibt auch dieGründe her, warum wir in Gesellschaft länger und leichter lachen, alsin der Einsamkeit, warum reizbare Hppochonder mehr lachen als Andere,wenn sie einmal recht hineingerathcn sind; warum wir nach durch-schwärmtcr Nacht, wenn Schlaflosigkeit die Nerven abgespannt hat,über die mattesten Spässe lachen, und warum wir in der Nacht oder beimbunten Jdeentnmult vor dem Einschlafen oder vor völligem Erwachenoft über Einfälle lachen, die wir sogleich niederschreiben möchten inunser Sudelbuch, am Lichte des Tags aber selbst für höchst abgeschmacktgelten lassen und die Feder wegwerfen.
Was das Gefühl der Ueberlegenhcit betrifft, so kann ich solchesso wenig tadeln, als das edle Gefühl seines Werthes oder einen ge-wissen Stolz — es würde lächerliche Ehrbarkeitspcdantcrei sein. ScipioNasica, der den Ennius besuchen wollte, welcher sich aber durch seinenSklaven vcrläugnen ließ, ruft bei einem Gegenbesuch des Ennius:„Nicht zu Hause!" — „O ich kenne ja Deine Stimme!" „Wie? ichhabe neulich Deinem Sklaven geglaubt, und Du willst mir nichtglauben?" — Sollte bei diesem trefflichen Scherz Scipios Ueberlegcn-
1 Hälfte meiner Seele. — Nicht ganz werde ich sterben.