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heitskitzel, dcr seinen Freund so schön abführte, unmoralisch sein?Schon unser Schaanigcsühl, wenn wir uns selbst lächerlich machten, be-weist unser gekränktes Selbstgefühl, das sich auf eine feine Art zuhelfen sucht, indem es znm bösen Spiel freundliche Miene macht.Das Lächerliche hat sogar etwas Analoges mit dem Erhabenen, indemes durch die Auflösung einer Dissonanz in Harmonie Lust erregt, undist noch naher mit dem Schönen verwandt, indem sich in beiden dieFreiheit dcr Phantasie veroffcnbart. Das Lächerliche ist eine üppigeInsurrektion gegen die Tyrannei des Verstandes, dessen Joch es ab-wirft, was Freund Horaz äosipsro in looo ' nennt.

Die Dionysicn, Saturnalicn, Carncvals-, Narrcnfcste rc., waswaren sie und sind sie anders, als Versuche, den Trieb nach einemfreien Wahnsinn zu befriedigen in jenen Zeiten, wo es der Menschheitnoch mehr erlaubt war, sich selbst zu genießen und auszusprechcn?Braucht dieser Genuß eine Schutzrede? So wenig als die erhabeneLust an zerstörenden und furchtbaren Gegenständen. So wie wir beimWeinen oder bei dcr Rührung eine süße Wchmnth, die Ahnung einesreinern Daseins und Sehnsucht nach etwas Besserem und Höheremempfinden, so gibt es auch etwas Aehnlichcs bei Freude und Lachen,der Geist findet sich überrascht, und so sehr ihn die sinnliche Erschei-nung befremdet, so ist es doch, als ob ihm Plötzlich ein höheres Lichtgeworden sei, das sein Wesen erweitert und eine höhere Freiheit vor-empfindcn läßt.

Zwei ganz entgegengesetzte Dinge Hausen im Sohne des Standes,ein Gott und ein Thier, die sich ablösen, weit häufiger aber nur einigscheinen, wie Man» und Frau. Zwcispänuig fährt dcr Mensch inden Hanptmomentcn nie; ergreift der Gott die Zügel, so steigt dasThier brummend hinten aus, und saßt solche das Thier, so muß sichdcr Gott ohnehin fügen. Der Geist ist ein in den Leib eingesperrterEngel znr Strafe für ehemalige Sünden, wie die Hindu lehren. DcrMagen und noch etwas sind der Pater Kellner und Küchenmeister undEinheizer; erst wenn der Thierdienst abgethan ist, verlangt der innereMensch nach geistigem Nektar und Ambrosia, recht vornehme und rechtreiche Lente etwa ausgenommen, die selten etwas vom innern Menschenwissen mögen und das Futteral des Geistes mit Speise und Trank sozusammenleimen, daß endlich nichts als das Futteral übrig ist. Vonjeden vierundzwanzig Stunden sollte billig die bessere Hälfte dem

t Zur richten Zeit thöricht sei».