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Moiitagnc's und der ältesten Franzosen, die der Norde und der Morgen-länder wohl gar verabscheut, mir aber I» Kranes zunächst unvergeß-lich macht.
Die meisten Schriftsteller über das Lächerliche unterscheiden zwischenlächerlich (risiblo, langbablo) und belachenswcrth (riäiouls, riäioutouösluäiorous), ja Franzosen lassen merkwürdig genug, ihr riäiouls aufvivo und ääkaut ^ folgen, und wenn ihnen letztere Fehler des Herzensoder des Temperaments sind, so ist ihnen rickieuls Fehler des Geistes.Das Lächerliche soll reines Lachen ohne Spott, das BelachenswcrtheSpott mit Verachtung bezeichnen, oder was Plattncr satyrisch-lächerlichgenannt haben will, jenes, aber komisch-lächerlich. Im Ganzen wirddadurch für die Theorie so wenig gewonnen, als wenn wir die Be-griffe: burlesk, grotesk, heroisch-komisch, Parodie und Travestie rc.haarscharf absondern, und in Ansehung unserer Sprache sind die Aus-drücke noch überdies falsch. Belachen ist das Aktivum von dem Neu-trum lachen, und heißt folglich über etwas lachen, die Absicht sei,welche sie wolle. Belachenswcrth ist also nichts weiter, als werth,belacht zu werden, und in so ferne mit lächerlich gleichbedeutend. Einmit Spott und Verachtung verbundenes Lachen — ein Theil desLächerlichen — nennen wir eigentlich verlachen, und ein mit Schaden-freude verknüpftes im gemeinen Leben auslachen; belachen gebrauchenwir von Sachen und Handlungen, auslachen vom Menschen, verlachenaber von beiden. Wollen wir aber dennoch unterscheiden, so wäre be-lachenswerth (bslavüliok , bclachlich) das, was verdient belacht zuwerden, auch wenn es nicht immer oder bei Allen Lachen erregt, lächer-lich aber das, was wirklich Lachen erregt. Man konnte Letzteres aufbloß subjektive, Ersteres aber auf objektive Gründe beschränken. Einmuthwilliger Dichter kann nicht belachenswcrthe Dinge lächerlich machen,wie Voltaire Candide mit seinem Satz: „Alles ist gut," und wie vieletreffliche Sprüchwörter lächerlich werden im Munde eines Sancho.Das Lächerliche kann für den Einen tiefer liegen, dem Andern sogleichin die Augen springen, und subjektive Gründe können machen, daßman nicht lacht, wie bei der Frage Ludwigs: „Wie viele sitzen imRath der Vierziger?" Bei der Frage der Dame: „wie lange derdreißigjährige Krieg dauerte?" mag man allenfalls lachen, wie ich beider Frage eines Mannes: „Welche Sprache sprechen denn die Griechen?"
Wir glauben indessen bei unserem guten deutschen allgemeinenWort lächerlich bleiben zu dürfen, wie die Griechen-bei ihrem p-'XE
> Laster, Fehler.