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obgleich umgekcbrt weit natürlicher gewesen wäre. Jener Bauer fragteHalem in seiner Büchersainmlung: „Js ook wat Geistliches drunter,oder sin ct luter Schelmstücke?" und so schüttelte noch 1788 ein alterHvfprediger seine Wolkenperrücke und stampfte mit seinem Kamaschenfuß,daß alle Flöhe darin in Aufruhr kamen, beim Anblick englischer undfranzösischer Classikcr in meiner Büchersammlung, die er nur dem Na-men nach kannte: „Ei, ei! lauter Deistcn, lauter Freigeister!" GegenGriechen und Lateiner hatte er nichts, vermuthlich, weil sie ngch antsLkristum natnm freigeisterten. So gab ein alter Dorfpredigcr 1784einem einquartierten Österreicher, der über Langeweile klagte, sein —Kirchenbuch, und wir 1832 geben — Demokrit, der schon wegen seinesNamens den Menschen nach dem Stand, der Natur und der Gesell-schaft betrachten muß, und nicht im Stande der Gnade.

Dum lud!! KALMUS ma^us, es.Iamo ludimus. *

XX.

Ueber Witz nnd Scharfsinn.*

Witz nnd Laune sind die beiden Haupthebel in der Welt desLächerlichen, die Früchte einer reichen und reizbaren Einbildungskraft.

* Es ist zu verwundern, daß wir über eine so reichhaltige Materie kein eigenes Werkhaben. Des SpanierS Gracian arts 6s Lnxonio, trataclo 6s la sguctorra. >1ac!ri6 1042. 4,das ich mit vieler Muhe, anftrieb, ist eine weitschweifige Anweisung zum stUo eulto deSMarino, und keiner Übersetzung werth; aber hat die- je echte deutsche Ucbersetzer ox prokssso.abgehalten? Wohl allein daS Spanische.

r. So lange wir nichts Größeres haben, spielen wir mit der Feder.

r Verstand ist unser Helm, Witz nur die Feder;

Sie setzt Gefahr uns aus, der Helm gibt Schutz.

ES ist Verstand ein Diamant gewichtig,

Fest und von Werth: ist er vom Witz geschliffen,

So wirft er hell're Strahlen, doch er bleibtAuch ohne Witz noch stets ein Diamant.

Witz, des Verstandes baar, ist schlimmer nochAls NichtS: er zieht gar oft mehr Segel auf»

Um gegen einen Felsen anzurennen.