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ja für Leute, die die Sprache gar nicht verstehen! Von der Mehrzahlkann begreiflich gar keine Rede sein, die da svricht:
WaS soll ich mir den Kopf zerbrochenZu wissen, was die Alten sprechen?
Ich bin so gut als sie gewesen,
Sie haben mich auch nicht gelesen.
Die Alten verdienen hohe Verehrung wegen des sie charaktcri-sirenden praktischen Verstandes, wegen der Nüchternheit und Gediegen-heit ihrer Ideen, wegen der Naturcinfalt und Grazie ihrer Darstel-lung, wegen ihrer Kunstlosigkeit in Verbindung ihrer Ideen, wegenihres Ernstes und ihrer moralischen Weisheit und wegen ihres hohenFreiheits- und Vatcrlandsgeistcs, - ihres Sinnes für Lebcnseinfachhcitund für Freundschaft; — wir sind Eidechsen gegen jene Krokodile.Die Alten haben keines unserer Vorurthcile, die bei uns so oft dieStelle der Vernunftgründe vertreten, und daher können sie, nebstReisen, uns am besten von Vorurthcilcn heilen, die wir mit der Mut-termilch und mit der Luft Krähwinkels einsangen. Sie lehren dieechte Philosophie des Lebens, während unsere hochflicgcnden Kantlingeund Spekulanten nur in der Stubenlnft flattern, entfernt von Weltund Geschäften. Unsere Schriften sind bloße Mcßwaaren der Buch-händler, meist Produkte des Hungers und Wuchers, die der Altengehören zu den Heldenthaten der Vorzeit, daher diese Alten die ein-zigen sind, die nie alt werden.
Viele ausgezeichnete Männer der neuern Zeit suchten und fandenihre Lieblingsschriftsteller nur unter den Alten und führten sie stetsmit sich, wie Alexander die Alias, Kaiser Karl V- den Thuchdides,Heinrich IV- und Friedrich den Plutarch, die Schulmänner Ciceround die Weltmänner Horaz.... Plutarch scheint das meiste Glückgemacht zu haben und auch zu verdienen; Plutarch war Rousscau'serster Jugendlehrer und blieb sein Liebling bis aus Ende (mir ist esnoch Homer und die Bibel neben ihm). Griechen und Römer führenuns zu sittlicher und ästhetischer Bildung, die Alterthümer der Jndier,EgYPter, Sincsen, selbst der Hebräer und Celten rc. mehr zu — Curio-sitäten. Philologen wandeln unter den großen Alten, nicht tvic ineiner Welt der Geister, sondern wie in einem anatomischen Kabinetvoller Gerippe — sie lernen daraus Griechisch und Latein; und ihreSchüler? Kann man mehr verlangen? Ein Zufall führte mir alsJüngling des Britten G. Englands Sittenlehre der Alten (Halle