schied, wo Jeder nur auf seinesgleichen beschränkt ist, und die Vorn»theile bleiben, die die Alten kaum dem Namen nach kannten.
Griechen und Römer, wie wir sie in der Schule sehen, undGriechen und Römer, wie sie wirklich waren, sind so verschieden, alsRömer und Nenfrankcn, die so bescheiden Ncnrömcr zu sein glaubten.Vielleicht naht die Zeit, wo man Griechisch und Latein nur für vor-züglich gute Köpfe, die zur eigentlichen Gelehrsamkeit bestimmt sind,nöthig halten wird, so wie manche Consistoricn vernünftig darüber hin-weggehen, wenn es mit dem Candidato S. Ministern im Orientali-schen oder Hebräischen hapert — und dann gedeihen vielleicht Genies,wie unter den Alten. Die Natur hat sich nicht erschöpft, die Kulturist gestiegen, wir müssen den Alten nicht bloß gleichkommen, sondernsie übertreffen können, und wir haben Neuere, die sie in meinen Augenauch übertroffcn haben — Brüten und Deutsche... — und sie macheneben keine große, lästige Cabinctsbibliothek aus. Ich rufe mit einemmeiner Lieblinge aus: Ibink kroyaontlx, tbinle oloss, i-vrxt »aturs,tarn insn's MLansrs o'sr, auä batö ^our volumes burn — claro bs^oarsslk! ^
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i Denke häufig, denke genau. lieS in der Natur, durchforsche die Sitten der Menschenund verbrenne die Hälfte deiner Bücher — wage dein Selbst zu sein.
r Die Alten les' ich, ohn' ein Knie zu beugen,
Weil sie zwar groß, sich doch als Menschen zeigen.
Will man den Schleier, den vor unsern BlickenDie vorgefaßte Meinung hält, entrücken,
So sieht man klar, daß nur BermessenheitDem ganzen Alterthum Verehrung weiht,
Ja, daß am (5-nd' die gegcnwärtHe WeltDen Preis der Wissenschaft mit. Recht erhält.