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[Erster Band. - Zweiter Band.]
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schöne Lenden, aber unser Wort Weib daran, daß man nicht wie dieLilien auf dem Felde Alles dem lieben Gott mit vegetabilischem Ver-trauen anheimstelle, sondern das Haus besorge und allenfalls auchspinne, statt sich nach der neuesten Mode kleiden zu lassen.

Es ist ein herrliches verkanntes Wort, unser altdeutsches WortWeib, und daher werde ich mir auch erlauben, ein Halbdutzend Ka-pitel, die ich dem schönen Geschlecht zu widmen für Schuldigkeit halte,zu überschreiben: „Ueber die Weiber." Sollte man ein und anderesscheinbar oder auch wirklich unrichtig finden, so hoffe ich um so eherVerzeihung, als meine verehrten Leser und Leserinnen so gut als ichwissen, daß Diejenigen das Geschlecht gerade am wenigsten gering-schätzen, die am meisten darüber lächeln, und unmöglich hinter gewisseGeheimnisse hätten kommen können ohne dessen Gunst. Meine Ver-ehrung dauert noch, ob sie gleich mit den Jahren nothwendig abneh-men muß, was Niemand mehr als ich selbst bedanre, und spricht mannicht selbst von Flecken in der Sonne? Es würde mir leid thun, vongewissen Frauen verkannt zu werden; die überfeinen, affektirten, ner-venkranken Dclikatchcn aber, die sich leider zu mehren scheinen, wieKätzchen, Mäuschen und Häschen, dürfen mich immer, wie Brandes,einen Kerl nennen, zumal ich bereits in der heiligen Taufe Karl ge-nannt wurde, wovon bekanntlich Kerl herkommt.

XXVI.

Der Geschmack.

vs gustibu» nov s»t äisputimilum. >

Der Geschmack, ohne welchen so oft die natürlichen Anlagen fürden Witz, die Laune und das Komische überhaupt verunglücken, isteine durch Fleiß und Kunst erworbene Fähigkeit, das Niedrige, Un-würdige und Uuwitzige nicht bloß zu empfinden und zu vermeiden, son-dern auch das echt Komische von dem unechten und blos scheinbare»

i Ueber Geschmack ist nicht zu streiten.

DemrckritoS. I-

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