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Albernheit; wer wollte es verrufen oder lästern, wer wollte es aberauch zum höchsten Richter in letzter Instanz erheben?

Des Augenblickes Lust hat es geboren,

Es fliehet fort im leichten Tanz der Hören.

Shaftcsbury's berühmter Satz ist weiter nichts als ein Paradoxonund ein Kriterion der Wahrheit höchstens L I» Voltaire, und hätte derwackere Philosoph die hundert Bündchen dieses Lachers, die vor mirstehen mit Staub bedeckt, noch lesen können, so wäre er sicher amehesten von seiner Behauptung zurückgekommen. Höchstens könnte mandas Lächerliche noch als Probierstein des Ernsten und Feierlichengelten lassen. Er selbst verwahrt sich noch gegen den Mißbranch, in-dem er zwischen Lächerlich sein und Lächerlich gemacht werden unter-scheidet, folglich redncirt sich der ganze, von so Vielen bestritteue undverdammte Satz auf die gemeine, längst bekannte Sache: Die Wahr-heit kann nichts Ungereimtes an sich haben, das belacht zu werdenverdient, und es kann etwas lächerlich scheinen, ohne es wirklich zusein. Bei dem Lächerlichen ist subjektiv Sein und Schein einerlei,nehmen wir es aber objektiv, so gelangen wir zu der alten Wahrheit:Man muß Alles aus dem rechten Gesichtspunkte betrachten.

Der bekannte Armenadvokat Siebenkäs hatte mit seiner Lenctteeinen beständigen Lichterstrcit: er brannte das Licht nuten an, weildas Abfließende das Obere dicker macht; sie schämte sich als Hausfrau,das Licht verkehrt in den Leuchter zu stecken, und so war lange Streitüber Oben und Unten, bis sie sich endlich zu einem Simultanen»! undeiner Augsburger Parität vereinten — sie steckte das Licht oben, erunten an, und Jean Paul hat uns nicht gemeldet, ob darüber nichtdas eingetreten sei, was die Franzosen nennen: brüler sa «üanäsllsxar los clvux douts. r Frecher Witz kann Alles antasten, selbst dasHeiligste; aber zuletzt behält dennoch die Wahrheit den Sieg: bis da-hin kann aber viel Unheil geschehen, so wie umgekehrt Schwachköpfeund Götzendiener vieles als heilig und ehrwürdig ansehen mögen,worüber der Satyr mit Recht lachte, und worüber man schon vorJahrtausenden in der Stille, ja selbst öffentlicher lachte, als im IlltenJahrhundert. Napoleon verbot, den Einfall Talleyrands weiter zuverbreiten, der bei einem Stückchen Runkelrübcuzucker ausspeiend rief:Va ts tairo suero! *

Vom Lächerlichen gilt, was vom Schönen überhaupt gilt: II no

t Ta« Sicht den zwei Enden anzünden, d. h. dnrch Zuviel erstreben nicht« erlangen.— r Last dich erst ,u Zucker machen I