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[Erster Band. - Zweiter Band.]
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kommt, Kleinigkeiten sind, vergesse ich leichter, als die Menge deutscherBajazzi, welche Ausschweifungen in Büchern so zur Mode machten,als sie in der sittlichen Welt bereits waren, gerade wie Asmns VetterAndres (der sich bloß an Orthographie hielt): „Wenn der Verstandhalb aus ist, da macht der Herr Vetter ein Komma, wo er ganz aus

ist, ein Punktum, und wo gar keiner ist-" und daher sah man

in der Modezeit Sterne's in unsern humoristischen Büchern, statt der

Gedanken, nichts als-die im neunzehnten Jahrhundert

aber eine noch ernstere Bedeutung haben — eine politische.

Die Aftcrlaune gcbranchte die Redensarten und den Witz derHumoristen wie eingemachte Sachen, die Jahr aus Jahr ein immerzum Vorschein kommen, und ihre Nachahmungen gleichen dem Obstvon Wachs, dem Saft und Kraft fehlt; höchstens lieferte sie Salzcon-fekte, die man aber nicht genießen kann; doch so machten es ja auchdie Kantlinge und bedienten sich Kants schlechter Sprache und neueTerminologien, aber statt Ideen — verba prwtereugus uiüil.' Es istrecht gut, daß die finstere Eule aufgehört hat, Leibvogel Miuervenszu sein, aber was gewinnen wir, wenn die Elster oder ein Papageisich auf ihren Helm setzt? In dieser Gcniecpoche ritten einige DutzendJorike auf ihren Steckenpferden im Spiral um ein Ziel herum, dassie zuvor mit einem Schritt erreicht hatten; sie, die sonst beim Anblickdes Sterncnhimmcls und des Meeres kalt geblieben wären, schriebennun Andachten über eine Tabaksdose! Aus dieser gottverdammlichenSterne'schen Epoche ist kaum Schnmmels empfindsame Reise durchDeutschland und etwa M. R. etwas erträglich, und Ausnahme machennoch Aorings Betrachtungen über verschiedene Gegenstände und Gö-schens Reise von Johann. — Alle übrigen aber verdienen das Lob, dasRoland seinem todten Pferde gibt: „Es hat alle guten Eigenschaftenund nur einen Fehler — es ist todt!" Aus nichts entstand die Welt,und wer über nichts ganze Bände schreiben kann,' ist. ein Genie xrlm»sorto — vx niliilo viüit üt! "

Weniger gekannt scheinen Sterne's Predigten, vierundvierzig ander Zahl, zu sein, wozu ihm die im Tristram stehende Predigt überdas Gewissen Veranlassung gab; er nannte Predigten Einschläferungs-mittel, und die Sammlung selbst Unsinn, muß also deutsche Predigt-sammlungen gar nicht gekannt haben. Ein unerwartet humoristischerZug erregt oft Lächeln in diesen ernsten Predigten; für die beste halteich die Sclbstexamination über den Text Jesaias: „Der Ochs kennt* Worte und sonst nichts. — r Ersten Ranges — Aus nichts wird nichts.