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mäßigter aber sind Horn (Latona) und Böriie. Madame Stavl beur-theilte ihn auch richtig — er erinnere sie an die Mährchen der Tausendund eine Nacht und an die Fee tmo oreills,' die das Gras wachsenhörte.
O Friedrich Richter!— nicht kindisch französisch Jean Paul —wäre deine Geniesucht und dein ewiges Hamstern nach Materialien nichtso arg, wie deine Sprünge und Digressionen, wäre dein Stil nichtso geziert, dein Witz nicht so gesucht, als ob du keinen hättest, ver-leitete dich deine Cvllectaneenbüchse nicht zu ewigen, oft dunkeln An-spielungen, wie deine Originalitätssucht zu Paradoxen und zur Ein-kleidung ganz gemeiner, matter Dinge in hochtönende Phrasen, fehltedir nicht Takt, Geschmack und ästhetische Haltung, und wärst du niitden Geschenken an das Publikum sparsamer gewesen — etwa denvierten Theil — wir nennten vielleicht nicht mehr Sterne, sonderndich, Friedrich Richter! Aus deiner ganzen Bibliothek vermöchte ichkein Werk klastisch zu nennen, die ernsten sind noch die besten, wie dieVorschule der Aesthetik und die Levana; auch mögen noch Siebeukäs,Fixlein, Fibel, Katzenbergcr, Schmelzle und der Komet oder NicolausMarkgraf genannt werden; letzteres Werk nennt er eine komische Ge-schichte , und ist dem wirklich so? Herr Legativnsrath Jean Paul wareneinst Mode, benutzten als Modehändler ihre Epoche oomms il kaut,müssen folglich als Mode desto schneller verschwinden — sie warenoffenbar überschätzt, wie es ein noch berühmterer Name zu sein scheint.Nabent sua kata libolli, die oft unbegreiflich sind, wie z. B. Dya-Na-Sore. ^
Jean Paul zunächst steht der Verfasser des goldenen Kalbes, HerrGraf Benzel-Siernau, reich an Witz, Laune und geistreichen Luft-sprüngen, und mit mehr Plan und Haltung. Sein steinerner Gastkommt jenem Werke lange nicht gleich, so herrlich auch die Idee war,den vom Strome der Zeit verschlungenen geistlichen Höfen ein Monu-ment zu setzen. Noch interessanter und von höherer komischer Kraftmüßte ein Gemälde der cidevant kleinen weltlichen Höschen, unsererzahllosen Landcsväterchen und Lündchcnsvätcr bis herab zum reichsun-mittclbaren dürftigsten Dorfrittcr sein, dessen Wahrheit unsere Nach-kommen kaum glauben dürften. Die Privatisirenden Fürsten sind einelendes Machwerk ohne Genialität, ohne Erfahrungen, selbst nicht ein-mal in den nächsten Umgebnngcn (Wetterau), und Benzcl-Stcrnau's
1 Feinchr. — 2 Jegliches Buch hat sein Schicksal. — Dya-Na-Sore, ein im vergangenenJahrhundert mitunter gelesener Roman emeS Oesterreichs, Mayer.