Band 
[Erster Band. - Zweiter Band.]
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verwandelt sich das liebenswürdigste und seltenste aller Steckenpferde,die Wahrheit, in ein Trancrpfcrd.

Die Stcckenrciterci hat offenbar seit Sterne eher zu-, als abge-nommen; aber das Originalstcckcupfcrd ist leider mit ihm begraben,vor ob I vor ob ! tbo bobbzborso is korgot ! ' Ich bin lange keinSterne, doch halte ich mich auch nicht für einen Schmierer, habe dasPublikum weder durch Pränumcratiou, noch Snbscription genarrt,vielmehr mein Steckenpferd, dessen Weggeben mich gleichsam kinderlosmacht, nichts weniger als um ein xrvtium olkeotivnis ? dem Käuferüberlassen, so daß meine Leser wohl auf wohlfeile Spazierritte rechnendürfen, und kommen sie davon recht vergnügt zurück, so wird es mirEhre und Freude sein, et sublim! korium sickern vertioo. °

IX.

Ueber das Naive.

Naiv ist Kindlichkeit, wo sie nicht mehr erwartet wird, oder nachgewöhnlicher Erklärung der höchste Grad des Natürlichen im Aus-drucke der Gedanken und Empfindungen. Dieses Wort, vermuthlichaus dem Latein des Mittelalters nativus, d. h. offenherzig, her-stammend, hat Geliert aus der französischen Sprache in die unsrigegebracht und sie dadurch bereichert, denn natürlich, gerade, unge-künstelt sagt zu wenig, und edle Einfalt wieder zu viel, wenigstensin Hinsicht des Naivkomischcu. Dem Naiven ist seine Naivetät Natur,nicht so den Franzosen, die es in der Unnatur am weitesten brachten,

i O weh, o weh ! das Cteckenvferd ward vergessen. — r Ein (ungewöhnlich hoher) Preisden man aus persönlicher Vorliebe für etwas zahlt oder fordert. (Der Verfasser sagt, er habesein Buch, für daS er allerdings eine große Vorliebe habe, doch keineswegs um einen dieserentsprechenden, hohen, sondern um billigen Preis abgelassen. — u Dann reicht mein Hauptan den gestirnten Pol! leine Stelle aus ^oraz erster Öde, worin er sagt, wenn ihn Mäcenas-u den lyrischen Dichtern zahle, dann u. s. w.

< Wie verächtlich ihrSie von euch stoßt, die stärkere NaturKommt iiumer unversehrt zurück.

(Wieland'S Uebcrs.)