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[Erster Band. - Zweiter Band.]
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das Angcnglas Stecher!, junge Hühner Mistkratzerl und junge TaubenDachschisserl, ein flatterhaftes Mädchen Flanderl, Schncckerl, Stutzer!,ein schmutziger Mensch Schlamperl, ein Hcrnmstrcifer oder jovialerBruder Schlanker!, ein Kleiner Strozel; Strozel, Hcrzcrl, Schätzer!,Schuakerl sind aber auch wie Schmeichclnamen. Ein Mann, dessenFrau die Hosen trägt, ist ein Siemandcl. Den Buchstaben R suchtman in der Aussprache möglichst zu meiden, und ein Herr Verwalterist nur ein He Verwalte; „laß auftreten" sagt man statt: Fahre zu!wild bedeutet häßlich, Diarrhöe das Abweichen, nud nach dein Abtrittfragt man höflich: Wos für die Menschlichkeit? Die kleinen Hollnndcr-figurcn, die von selbst ausstehen, heißen wie in Schwaben auch Stch-auferle.

Alles, was recht schön und gut ist, wird mit dem Kaiser vereint,Kaiscrstraße, Kaiscrbirnc, Kaiserfleisch, Kaiserblau rc. selbst der Zeiscl-wagcn, auf dem einst der populäre Joseph nach Schöubrunn fuhr,hieß der Kaiserwagen, so lange er zusammenhielt. So hieß aber auchnoch vor Joseph gutdentsch — lutherisch-deutsch, lutherisch galt fürschlechter als heidnisch, und ei» Wiener Gastwirth verwies einem nord-deutschen Kellner, der auf den Speisezettel Lungenmuß gesetzt hatte:„Was, Gschnattcl! Gschnattcl! so maß ma, wos ma will." Mau kannein Rebhühncl fordern, und bekommt einen Ochsenfnß, aber nicht vioovvroa. Eine Wiener Dame wies eine bairische zurecht: „Man sprichtnicht Koaserin, sondern 's muß haßen Kaßirin!" Dieser Dialekt selbstim Munde des Kaisers und hoher Personen macht doppelt komischeWirkung, und es mag Manchem zu Wien schon gegangen sein, wiejenem Deutschen, der bisher nur die Vornehmen Französisch hattesprechen hören, als er in Frankreich sogar Bauern Französisch sprechenhörte.

Im Munde schöner Wienerinnen (und bei Gott! sie sind schön) habeich ihr jedoch gar nicht übel gemeintes: „Jtzt gengens mer, Se Bos-heit Sei" (das nordische: Aber Sie sind schlimm!) oder: „Jtzt lasscn'smi aus! MachenS mi nit falsch! — da muß i bitten — Se wollenmich nur papicrlen", nie so artig gesunden, als ihr: „Wos schoflenIhr Gnaden? Kommcn's bald wieder!" Jenes Flitscherl, das durchsaus Französisch lernen sollte, rief: „I bitt den Vatern gor schön, nurnit Französisch, do müßt i jo zum Herrn Vater Bär sagen, und zurFrau Mutter Mähr, und dos könnt i nit über niai Herz bringen;"dies gute Kind hätte wohl auch aus einem antiken Kopf einen dicke»Kopf gemacht. In Alles wird ihr „versteht sich" (oaxisco) und „Halter"