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— sind erst im Werden. Nicht alle können auf die Sonne vonAusterlitz verweisen — wir wollen uns mit der Rede eines deutschenAnführers begnügen: „Muth, Freunde, den Sieg erfochten, der Königzahlt uns das ganze Jahr für einen einzigen Tag wie heute!" Undwas gleicht den feurigen kurzen Reden: Vous avor «tone servi? —81 , z'ai sorvi! ' Und wie soldatisch genügsam ist nicht die Rede jenessterbenden Generals, den der Feldpredigcr mit seinen Verdiensten auf-zurichten suchte: „Oho! hat Gott ein Leibrcgimcnt, so bin ich schonzufrieden, als Gemeiner zu dienen." Genügsamer noch als das Gebetder Tirolerin:

O God und Hear! ! I begehr jo nit viel,

Gib ma, woS i begehr, j Nur das, woS i will.

Und nun noch einige Niaiscricn, die einmal znm Komischnaivengehören. Jener Junge des Schullehrers, den sein Vater so einge-schüchtert hatte, daß er zuerst zu lüugncn und dann erst zu gestehensich gewöhnt hatte, antwortete auf die Frage: Wer hat die Welt er-schaffen? „Ich nicht, lieber Vater." Verfluchter Esclskopf! — „Ich,ich, lieber Vater, aber gewiß will ich's nie wieder thun." QncvcdosKnabe, der dem stolzen Stadtrichtcr Pontius de Aguirre nachrief:„Pontius Pilatus!" und schrecklich gegeißelt wurde, betete beim Credo:„Gelitten unt er Pontius de Agnirre."' Wenn keiner meiner Mit-schüler italienisch gelernt hat, so kennt er doch gewiß das Wort Chicsa;im fürstlichen Concert sang die Prinzessin eine italienische Arie, dasWort Chicsa kam so oft vor, daß es uns Gelbschnabeln auffiel, undeiner rief allzulant Scheisa! Wir verriethen, einander nicht, und sowurden wir alle durchgeprügelt nach Noten. Pfeffels Cavalicr —

In Siraßburg stieg ein Cavalier

Aus's Münster. — »Potz Blitz, mir graut!"

Sprach er zum Thllrmer, „sag er mir,

Herr Landsmann, ward es hier erbaut?"

ist — Cavalier; wie könnte man es dem Soldaten übel nehmen, demeine hochschwangere Frau voranstieg; „wie lange geht die Frau noch?"

— „Noch zwei Tage." — „Ja, da muß ich umkehren, mein Urlaub gehtheute zu Ende!" oder dem Hausknecht, der einen stattlichen Reisenden

i Habt ihr gedient? — Ja, ich habe gedient. — r Die Geschichte ist folgende: Cin Knabesagt dem vorübergehenden Ponce (Pontius) de Aguirre: guten Tag Ponce Pilado (PontiusPllatuS). Jener wird wütbend und verfolgt den Knaben, der sich in der Angst zu seinemSchulmeister flüchtet. Der Schulmeister peitscht den Knaben und fragt bei jedem Hiebe: Willstdu jemals Pontius Pilatus wieder sagen? Der Knabe verspricht eS und sagt daS nächste Mal,als er daS Credo betet vei den Worten: Ich glaube an Jcsuö Christus, der gelitten hat durchPontiuS Pilatus (Ponce Pilado), in Erinnerung an die Veranlassung seiner Schläge, „durchPonliuS Aguirre."