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„Wann kommt er wieder?" „Ja, wenn mein Herr befiehlt, zn sagen,das; er nicht zu Hause sei, kann ich solches nie eigentlich wissen,"und ein anderer, den seine Dame zum Schneider schickt mit dem Be-fehl, wenn es regnen sollte, einen Fiaker zn nehmen; es regnete, ernahm also einen Fiaker, stellte sich aber mit ihrem ganzen abgeholtenBallpntz, seiner Schuldigkeit gemäß, hinten auf. Maskirte Albernheitaber war die des Bedienten eines Forstmeisters, der einem Amtmannein Reh überbringen mußte: „Meine Empfehlung und vielen Dank!"sagte dieser; aber der Bediente stand; „was will er noch?" — „Wassoll ich denn sagen, wenn der Herr Forstmeister nach dem Trinkgeldfragen?" Man erzählt von einem schwäbischen Hauptmann, daß er inder Schlacht, da eine Kanonenkugel den Kopf seines Nebenmannesihm auf die Brust schlenderte, ausgerufen habe: „Herr Jesus, meinKopf!" rolata refero, wie das Histörchen von dem angehenden Kellner,der in einem blechernen, in der Mitte abgetheilten Gefäße Oel undEssig holen mußte; er ließ sich zuerst Essig einfüllen, und nun forderteer Oel, drehte das Gefäß um, und der Essig floß auf die Erde, undso ging er nach Hanse. „Aber wo ist der Essig?" „Hier" — es warnichts da; „und das Oel?" „Hier," das Gefäß umdrehend, und sofloß auch das Oel zn seinen Füßen. Der Junge war vielleicht einSohn des Bedienten, der eine schöne Tasse zerbrach — „Hans, Hans,wie hast du das gemacht?" rief sein guter Herr; er ließ die zweitefallen: „So." Jener nenangchende Bediente lud einen Freund seinesHerrn zu Tische. „Ich werde die Ehre haben, aufzuwarten." „Ver-zeihen Sie, ich habe die Aufwartung; aber ich zweifle, ob das Votumonstitatis noch in solchem Respekt steht, daß ein Bauer, der nur einBett hat, den Herrn Vikarins als dritte Person aufnimmt, mit derSonne an seine Arbeit geht und mit dem Nachbar lachend von demGeistlichen spricht, wie der sich schämen werde, wenn er erwachend sichallein mit seiner Frau in einem Bette befinde. Richtiger aber wares mit dem Hausknecht, dem der Barbier eine Arznei gab mit derWeisung, einen Dukaten schwer täglich zn nehmen; er hatte keinenDukaten, legte also zwei große Thaler auf die Wage und wurdedarüber Sterbens gerecht.
In unsern Zeiten gibt es fast keine andern Naivetäten mehr alslächerliche (I'inASnuitö); denn die Tugend der Aufrichtigkeit und derOffenherzigkeit im Gefühle einer redlichen Seele, die sich sehen lassendarf, oder eines starken Geistes, der sich über Meinungen hinwegsetzt,scheint lächerliche Antiquität geworden zu sein. La traneliiso est l»