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nur lächerlich vor, die Nichtdenker bewundern, und wobei der gemeineMann ausruft: „Ei! ei! sieh! guck! schau! horch!"
Der Dumme lacht, weil er den nächsten Zweck nicht einsieht, derKluge, weil er den weiten Abstand vom höchsten Zweck wahrnimmt.Leibliche Blindheit heilen Aerzte; geht die Sonne unter, stecken wirLichter an, und Kurzsichtigen, die nur die Spitze ihrer Nase sehen,oder Fernsichtigcn, die den Kirchthurm, aber nicht ihren Nächsten sehen,kann noch der Brillcnmachcr helfen, wenn sie anders nicht aus Vor-nehmheit blinzeln und nicht sehen wollen; aber wo ist Hülfe für Gei-stesblinde? Ernste Predigten hört man an, wie die Trojaner ihreKassandra, die Hebräer die Propheten und Jesus, und Griechen undRömer ihre Demosthcnes und Cicero; die Lacher echter Art scheinenmir immer noch die besten Aerzte, Lichtcrzieher, Brillcnmacher, Predi-ger und Propheten. Kinder greifen nach dem Monde und weinen,daß sie ihn nicht haben können; Verliebte schwärmen in seinem Strahl,und geben sich Wohl auch eine Stunde, wo sie getrennt zusammenhinauf gucken wollen; der nächtliche Reisende dankt der Himmelslaterne(an der viele Straßenlaternen sich ein Beispiel nehnien könnten); Diebeund Räuber fluchen über sie, und Euler, Mayer, Bode rc. bestimmenderen Bahn.
Xlll.
Subjektiver Unterschied in Ansehung der Gcmüthsstimmnng.
Die Subjektivität des Lächerlichen zeigt sich nirgendwo auffallen-der, als bei Nebeln, die uns selbst oder uns näher Angehende bctref-sen, und uns viel zu wenig Freiheit des Gemüths übrig lasten, umauf die daraus entspringenden Ungereimtheiten zu nierken, währendAndere sich von Contrast oder Eigenliebe kitzeln lassen, wie das Spruch-Wort besagt: Wer den Schaden hat, darf für den Spott nicht sorgen.Die Familie wird nicht lachen, wenn der Kandidat aus ihrer Mitte,der znm ersten Mal die heilige Stätte betritt, von ihr wie eine geist-liche Braut in feine, äußerliche Zucht gesetzt, in geistliche Noth gcräth,