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und trotz alles Hustens endlich ganz verstummt, wie ein Schaf vorseinem Schcercr. In einer solchen Noth (aus der man sich jetzt weni-ger macht) rief der Vater Prediger aus der Sacristci: „Abraham,Abraham, 's Concept raus!" aber dem guten Abraham war Hörenund Sehen vergangen, und während Mutter und Schwester in Ohn-macht lagen, biß sich Mancher in der Gemeinde aus die Zunge. Abra-ham bestieg nie wieder die heiligen Rostra, ' und lebte als uraltervanäiäutus iniuistsrü' bei Tabak, Kartoffel und Bier ganz neutralzwischen Altem und Neuem Testamente in größter Einsamkeit, in dieich ihm zweimal wöchentlich als Knabe das Ristrctto' bringen mußte,und dann und wann mit gedörrtem Obst und Nüssen regalirt wurde.
Die Aerzte, die Dumoulins Sterbelager umgaben, horchten leise,als der berühmte Mann begann: „Meine Herren, ich hinterlasse dreigroße Aerzte" — sie erwarteten nichts Geringeres, als ihre werthenNamen, und lachten nicht, als Dnmonlin das Wasser, die Bewegungund die Diät nannte, so wenig als jener Kapuziner über den weinen-den Bauern, den er vom Finger des Herrn und seiner Meistcrpredigtgerührt glaubte, und daher allgemein herablassend gegen ihn war:„Ach!" schluchzte er endlich, „ehrwürdiger Vater, ich sahe Euch —ich habe meinen schönsten Bock verloren — ich sahe Euch seitwärts unddas leibhafte Bild meines Bocks stand vor mir!" Wenn ein Verlieb-ter unter dem Fenster seiner Heißgeliebten vom Regen durchnäßt odergar von ihr selbst durchlangt wird, ä la Xanthippe, so lachen gewißAlle; ein abgewiesener, gekränkter Liebhaber erregt selten Theilnahme,und doch gehört gewiß diese Art Kränkung zu den allerherzcrgreifend-stcn. Die gleichgültige Welt spricht: „Jst's die nicht, ist's eine andere,"und doch gründen sich höchst rührende Trauerspiele aus den Verlusteiner Geliebten; ein Trauerspiel, auf den Verlust eines Arms, Beinsund Fingers gegründet, wäre burlesk, und doch ist ein solcher Verlust,wo nicht wichtiger, doch unersetzlicher.
Der Blödsinn des letzten Hcrzegs von Mcrscburg fand seine Ruhein der Baßgeige; er strich sie nicht bloß in seinem täglichen Hofconcert,sondern selbst in der Schloßkirche, übcrgeigte manchmal sogar die Baß-stimme des Predigers und Cantors; wo er hinging, mußte ihm eineBaßgeige folgen, und das letzte Kind seiner Gemahlin erkannte er nichteher für das scinige, als bis man ihm sagte, es habe ein kleines Baß-geigchen mitgebracht. Dieser aller Welt lächerliche Baßgcigensinn war
> Redncrdühne. — r PredigiamtSkandtdat. — 2 Damalige holländische Zeiiung ida»Register.)