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für die Familie höchst traurig. Ein gewisser Lord wettete mit einemFreund tausend Guineen, daß er ihn auf der Maskerade herausfindenwolle — er fand ihn nicht; aber als er weggehen wollte, trat ihm dieserin der Gestalt der Schildwache entgegen, vor der er oft vorbeigegangenwar, und der Lord lachte so wenig, als Friedrich bei einer ähnlichenWette mit Baron Pöllniz. Der ökonomische Friedrich lachte nur, alsein Feldpropst, den er wohl leiden mochte, und dem er, da er geradevon einem Krankenbesuch kam, sagte: „Nun, besuche er auch meinkrankes Leibpserd, das hat mehr Werth," ihm eine Deservitenrechnungvon fünf Friedrichsd'or für den Besuch des kranken Pferdes einreichte;aber hier galt die Wette mit Pöllniz tausend. Dieser, dem niemandeine Semmel mehr borgte, erschien als Armenier mit reichen Juwelen,verbreitete das Gerücht, er sei ein reicher Holländer, der in Berlinsich niederlassen wolle, und Friedrich redete ihn an; der Armenier bliebstumm, bis es hieß: „Ich bin der König!" und nun sagte die Maske:„Und ich Pöllniz!" Den ökonomischen König schmerzten tausend Fried-richsd'or mehr, als der Spott eine gewisse geizige Dame schmerzte, diebeim Ausgehen selbst das Brod einschloß, da ihre Magd in die Gesell-schaft trat mit dem Brodschrank auf dem Rücken und mit den Worten:„Madame, den Schlüssel! hier ist der Brodschrank."

Friedrich rächte sich an Pöllniz, da bald darauf über Tafel dieRede auf die Correspondcnz der Herzogin von Orlcans mit der Köni-gin Sophie kam; letztere sagte selbst, wo die Briefe im Archiv aufbe-wahrt lägen, und der König las nachstehende Stelle daraus vor: „Jetzthält sich hier auch ein preußischer Cavalier auf, ein Baron Pöllniz:es scheint ein liederlicher Patron zu sein, der nichts als Streiche machtund nächstens von der Polizei wird fortgewesen werden, wenn er sichnicht selbst empfiehlt." Wie mag nicht Napoleon gelacht haben, alsbei seiner Ueberfahrt von Elba nach Antikes der Befehlshaber derfranzösischen Fregatte Zcphyr sein Schiff für einen Kauffahrcr nahm,und zufrieden mit der Antwort: „von Elba nach Genua," noch nachdem Befinden Napoleons fragte, und er selbst durch das Sprachrohrantwortete: „ä mervvills!"' Nicht sonach der Schlacht von BelleAlliance, wo die Reihe an Blücher und Wellington war.

So wichtig als diese Subjektivitäten sind, eben so wichtig ist auchdie Stimmung des Augenblicks, und ob die Seele gerade mit einerwichtigen Sache beschäftigt oder frei ist. Wie oft bleiben uns in einemBuche gewisse Stellen unbemerkt, die uns in einer analogeren Stim-

t Ganz vortrefflich.