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„Sie sind mir Alles," und so auch Portia, Arria, Agrippina rc., diejunge Römerin, die ihren alten Vater im Gefängniß mit ihrer Milchsäugte, nnd die Damen, die zur Zeit des Brennns und Hannibal ihrenSchmnck niederlegten auf den Altar des Vaterlandes. Madame deStaöl antwortete, als die Rede von ihren Memoiren war, auf dieFrage: „Wie werden Sie aber von Ihren Galanterien sprechen?" —„Oh, da zeige ich mich nur im Brustbildei"

Alle rohen Völker haben erst dann die Stufe einer gewissen Hu-manität erreicht, wenn sie bei ihren Weibern, wahrscheinlich Erfinde-rinnen aller häuslichen Bequemlichkeiten, mehr suchen als Geschlcchts-lust, wie die meisten Orientalen thun, die das Weib „das Feld desMannes" nennen, und zu den freien Sitten des Abendlandes den Kopfschütteln. „Wenn man die Bnttcr an die Sonne bringt, muß sie nichtschmelzen?" Mahomed soll die Weiber sogar von dem Paradiese aus-geschlossen haben, so daß sie nur vor den Pforten sitzen; würden dadie Moslem sich nicht stets vor den Pforten aufhalten? Er soll auchdie Alten davon ausgeschlossen nnd ein graues, darüber weinendesMütterchen vollkommen damit getröstet habe», daß die Alten dort wie-der jung würden. Mehr Rücksicht scheint mir das Sprüchwort derTartaren zu verdienen: „Sind die Weiber nicht Unterthan, so sind dieMänner ihre Sklaven, denn sie müssen entweder gehorchen oder be-fehlen." Die slavischen Nationen sprechen noch heute nie von ihrenWeibern, ohne ein „mit Respekt zu sagen" beizufügen, und in Ruß-land, so gut als in der Türkei, werden unter der Seelcnzahl dieWeiber nicht verstanden, als ob sie zu Swifts höherer Affengattunggehörten. In England heißt Weib vomun (Mannswehe),' wie dasaltdeutsche Frowe (Frauen), und »iss erinnert wenigstens an Miß-mnth, Mißgeschick, Mißgriff nnd Mißgeburt.

Nirgendswo aber ist das Weib mehr zu beklagen, als unter denWilden Amerika'S; es muß dem Mann auf seinen Jagd- wie in Feld-zügen folgen; der Mann trägt seine Waffen, das Weib alle anderenBedürfnisse, neben 2 bis 3 Kindern; der Mann ruht am Abend, dasWeib muß Chica bereiten, worin er sich besäuft und sie dann prügelt.Wird das Weib trotz allen Jammers alt, so sucht sich der wilde Kerleine jüngere, nnd die alte wird von ihm und von ihren eigenen Kin-dern mißhandelt. So erzählte eine Wilde selbst einem Missionär, undschloß: „Sollten wir nicht aus Mutterliebe unsere Mädchen gleich in

> Diese Ableitung ist nicht die richtige; rvoes heiße» die Geburt-schmerzen und bilden dieWurzel.