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der Geburt ersticken?" Gott! der Schwächere wird überall auch beiuns gezupft; er müßte nackend oder gepanzert gehen, und da ständees noch dahin. Alles, was sich das stärkere Geschlecht gegen dasschwächere erlaubt, ist die bitterste Satire auf das erstere.
Die größte und früheste Ungerechtigkeit gegen das Geschlecht bleibtimmer die Vielweiberei, die schon Vater Abraham mit Hagar übte,woraus nothwendig Eifersucht und Einsperren, und daraus unordent-liche Begierden, Bosheit und Neid, Rachsucht und Mangel aller Bil-dung folgen müssen; daher lieben alle Orientalinnen das Christenthum.Man lese orientalische Rciscbeschreibnngen, und wie es in den Haremszugeht, oder auch nur das alte Testament. Die Gesetze der Moslembinden die Männer, wie oft sie ihren Frauen des Monats beiwohnensollen, was schon uiidclikat genug ist nach unsern Sitten, und noch diegerichtliche Klage der Frau im Unterlassungsfälle!! Moses drückt sichnicht bestimmt aus, die Rabbincn erklären ihn gemäßigter als Dr. Lu-ther, einmal in der Woche, und Luther sagte: „die Woche zwicr,macht 's Jahr hundert vier!" Die natürliche Schwäche des Geschlechts,seine Lnstgicr, die ihm die Natur gleichfalls aus guten Gründen gab,ihre Periodische Krankheit, die der rohe Mensch nicht minder verächt-lich auslegte, selbst die höhere Schlauheit, die der Mann nicht durchVerstand zn besiegen wußte, folglich durch Gewalt unschädlicher zumachen suchte, sind die weiter» Ursachen der auffallenden Gering-schätzung, die wir überall im frühesten Alterthum finden, und dieselbst ursprünglich zum Cölibate der Mönche führte, weil Weiber fürnnheilig angesehen wurden. Der heilige Hicronymus muß aber den-noch mit dem Geschlecht sehr vertraut gewesen sein, da er sagt: „Halteteuch nur an die Weiber, wenn ihr etwas durchsetzen wollt, denn —oito imbibunt, guia ignarm, kaeito sgargnnt, gnia leres, ckin rsti-nont, guia pertinnoes." *
Diese Geringschätzung können wir noch heute unter unserem Pöbelfinden, der spruchwörtlich vorn Weibe redet, wie von Katzen: „Siehaben neun Leben und können manchen Streich vertragen," und gröberals der Türke ist, wenn er gleich in seinem Serail wie ein Hahnerscheint unter den Hühnern, und solche bewachen läßt, was der Hahnnicht thut, durch Kapaunen. Wie grob ist nicht unser altes:
Weib, Esel, N»s, — darf ich cS sagen? —
Thun nie etwas »»geschlagen.
» Sie saugen schnell ein, weil sie unwissend, sie sprenge» leicht nur, weil sie leichtsinnig,sie behalten lang, weil sie hartnäckig sind.
Demollitvr. II. 13