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gar keinen Einfluß mehr haben auf Vernunft und Mcnschenrecht desWeibes. Unwissenheit und Geschlcchtsschwächc mag es schützen, wieschon unsere deutschen Altvordern billig anerkannten, aber ist die Straf-losigkeit oder unbedeutende Bestrafung eines Verführers nicht Bedrückungdes andern Geschlechts und sind sie nicht die Hauptnrsachcn unehelicherSchwängerungen und des Kindcrmordes? Hütten nicht weit ehertausend Schwangerer an der Stelle der Kindcrmörderinnen zu blutenverdient? Und warum soll das Geschlecht unfähig sein, Zeugniß zugeben, oder vier Zeugen nöthig haben, wo das männliche nur zweibraucht? Vier haben ja auch so wenig das, was man tostos nennt,als zwei; hindert die schwächere Organisation den richtigen Gebrauchder Sinne und des Verstandes? Gerade die feinere Organisationmacht das Weib auch feiner, wo es auf moralische Eigenschaften an-kommt. I'iat rostitutio iu integrum. ' Das Weib kann wie der Löwein der Fabel zu dem Manne, der ihm ein Bild eines niedergestochenenLöwen zeigt, sprechen: „Wir Löwen haben keinen Maler, aber gegeneinen solchen erschlagenen Löwen gibt es hundert von Löwen zer-rissene Menschen."

Wie männlich benahm sich Terentia bei dem Unglück ihres Man-nes, und wie weibisch Papa Cicero im Exil? Ohne seine Fnlviahätte der Schwätzer nicht einmal die Catilinarische Verschwörung ent-deckt, von der er immer gackert, so wenig als Cvlon Amerika ohnedie Königin Jsabella, und Karl VII. nie die Engländer aus Frank-reich gejagt ohne Agnes Sorel und das Mädchen von Orleans, viel-leicht auch Peter nicht die Schweden geschlagen ohne seine Kathinka.Grotius wurde durch seine Frau aus der Beste Löwcnstein gebrachtin einem Korbe schmutziger Wäsche, und Bildhauer Houdon, verdächtig,weil er noch kein patriotisches Kunstwerk gemacht habe, entging Robes-pierre's Tigerkrallcn, dem die Frau sagte: „Houdon hat ja die Statueder Philosophie gefertigt; sie, die die Revolution vorbereitet hat, gehörtneben die Statue der Freiheit im Tempel des Gesetzes, kommt undsehet!" Es war die Statue einer von einem Kloster bestellten Heili-gen, die in einem Buche liest, und sie stellten solche auf im Conventeals Bild der Philosophie.

Und wenn'« Mathäi am letzten ist,

Trotz Rathen, Thun und Beten,

So rettet oft noch WeibcrlistAus Acngsten und aus Nöthen.

l ES geschehe dli Wiederherstellung des underlehien Zustandes.