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vra-rats ' gibt. „Man muß die rohen Studenten in vermischte Gesell«schaft bringen, damit sie abgeschliffen werden," sagte man zu Götlingen;Michaelis sagte: „Meinetwegen; aber meine Frau und Töchter gebeich nicht zu Schleifsteinen her." Studenten sind denn doch auch keinewilden Elephanten, die man mit zahmen Weibchen sängt, und Weiberpoliren das männliche Gold so sehr, daß es zwar mehr glänzt, aberviel vom Gewicht und innern Gehalt verliert. Indessen lernt manvon ihnen Alles, was zum Anstand gehört, am besten, gerade wiepraktische Philosophie von einem leeren Beutel. Ich liebe schon dasGeschlecht wegen seiner Vorliebe für reine feine Wäsche. Je freier derMensch, desto schöner und reiner ist seine Wäsche; man sehe Schweizer,Holländer und Britten; ich hatte einst Hemden von allen drei Nationen,aber sie sind mir leider abhanden gekommen; meine besten sind jetztschlesische, und wo ein Despot herrscht, mag ich die Hemden gar nichtsehen. Jene Nationen übertreffen uns selbst in Dingen, die mitSchwärze zusammenhängen, wie Schreiber, Drucker und Verleger, durchfeineres Papier, und Damen sind gar Postpapier, das aber leicht durch«schlägt. Indessen, da nur die Natur die Mädchen macht, der Mannaber die Weiber, so ist dieser an Allem selbst schuld, und verdient sel«ten das österreichische Heirathsglück, oder gar die Beerdigung von dreibis vier Weibern hinter einander, wobei er sich schon etwas gefallenlasten kann.

Ohne Weiber wären die beiden Extreme unseres Lebens ohneBeistand, und die Mitte ohne Vergnügen. Die Mütter, die uns nennMonate unter ihrem Herzen getragen haben (die Vater nur einenAugenblick) und ihrer Sache gewisser sind, als die Vätcr, lieben unsauch mehr, wie wir auch in der Regel sie, und gute Köpfe dürfen sichbei geistreichen Müttern zunächst bedanken — partn» seguitur rontrvm, 'sagen selbst Juristen, die gerade nicht durch Bcobachtungsgeist berühmtsind. Garve las seiner Mutter seine Schriften vor, wie Molare seinerMagd; wie Viele sagen nicht von der Mutter, was Hvraz vom Vatersagt (8«rm. 1 , 6.),' und wie viel gäbe ich nicht darum, wenn ich

, rchrei im llravattenbinden. — «Die römisch juristische Regel: du» Kind solgt derMutter, d. h. im Stande, >. B. der Sohn einer Sklavin, od auch von srciei» Vater, wirdSklave u. s. w. ist hier von der Begabung gejagt,

2 Nach WielandS ll-berschung heißt die stelle:

K: selbst war neben allen weine» SebreinMein zuverlässigster, mein treuster Führer;

Kurz, l-iuer «nssicht hab' ich e« zu danken,

Daß mich die Scham, der Tugend erst« Blüte,

Don allen Jngendlastcrn, ja lvgar

Don böj-i» Schein und Nomms jrei erhielt.