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Ein solcher weiblicher Dämon unter der Maske einer Pfarrcrin mischtesich einst selbst in Politik; ich erinnerte sie lächelnd an Jesu Wortezu Maria, und an den Apostel Paulus; sie rief voll Gift: „O lastenSie sich heimgeigen!" und lief — nicht nach der Geige ihres Mannesim Zimmer — sondern nach der Küche, wo sie auch am rechten Orte war.

Es gibt Ausnahmen — ich schätze selbst deren zwei — aber dieMehrzahl macht doch aus weiblicher Ungeduld und Mangel an Nach-denken die seltsamsten Combinationen, und ihre Begriffe liegen ver-wirrt durcheinander, wie die Waaren in einer vom Winde umgewor-fenen Bude. Selbst jene Ausnahmen paßten nicht ganz zum Haupt-zweck, welchen die Natur dem Geschlecht einmal angewiesen hat, undich kenne kein anderes weibliches Genie im vollen Sinne des Wortes,als etwa Schlauheit. Solche Damen bleiben auch am besten im ledi-gen Stande, wie die Musen, und der Madame Staöl Corinna, derdie Verfasserin selbst hätte nachahmen sollen. Wir haben viele, selbsteinige treffliche Bücher über Weiber, aber fast alle aus männlicherFeder; wie kommt es, daß wir kein gutes weibliches Werk über Män-ner haben, zumalen sie uns besser zu kennen scheinen, als wir sie?Jst's vielleicht weibliche Schlauheit? Ich glaube nicht, daß es MoliöresArmande Ernst gewesen, die ihre Schwester vom Heirathen abzu-halten sucht:

I^oin ä'Htrs Kux Ioi8 ä'un komme en esvlavs asserviv,

Klai ieL vous, ma soeur, L la pk!1osoxk!e. *

Welche Ehre wäre es nicht, wenn eine Leserin wie der Löwe in derFabel, dem ein Mensch mit Stolz ein Gemälde zeigte, wo ein Löwedargestellt ist, welchen ein Mensch todtschlägt, sagen könnte: „WirLöwen haben keine Maler, sonst hätten wir wohl hundert Gemäldevon Menschen, die von Löwen todtgeschlagcn sind; hier, hier sehenSie einen Maler unseres Geschlechts, der Euch getroffen hat!"

Ein gewisser weiblicher Lesezirkel erließ an Jean Paul eine Bitt-schrift unr einen Commentar über seine Werke, der so ungalant war,nicht einmal zu antworten, und über jene Kunstjüngerinnen denkenmochte, wie ich, ob ich gleich sicher scherzhaft geantwortet hätte, undlieber schriftlich als mündlich, wo mich meine Miene verrathen konnte.Kant behauptete auch: „Weiber müßten sein wie ein Echo, und nurantworten, was man sie fragt, und nicht wie ein Echo immer das

> Etat« einem Mann al« Sklavin dich ,n siiaen,

Laß, Schwester, dich die Wissenschaft vergnügen.