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geben kann. Warum aber die Förster die Stöcke abgehauener BäumeSchmatzen nennen, weiß ich nicht, und sie vielleicht selbst nicht. DieLippen der Küssenden bilden durch Saugen einen luftleeren Raum,und wenn sie sich schnell öffnen, so fährt die Luft wieder hinein mitMusik. Alles geht von Herzen, daher die herzbrechenden Seufzer.Aristophanes nennt diese Küsse von sprechender Zungenvermischungx«i»7Xcurrl<r^«r». Der Kuß der Liebe ist eine symbolische Geschlechts-vereinigung, ein implicirter Beischlaf, und der Beischlaf ein cxplicir-ter Kuß. Küsse sind physikalisch-elektrische Versuche, folglich die Käs'senden wahre Naturforscher, und bekanntlich geht unter allen Wissen-schaften keine so tief auf den Grund, als Mathematik und Physik.Nur Verliebte verstehen Ariosto ganz, und —

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Was die Geschichte des Kusses betrifft, so haben sich schon, wennwir gewissen tiefgelehrtcn Muthmaßungen trauen dürfen, Adam undEva geküßt; man findet auch schon Spuren bei Vater Homer, und derKuß der Ehrfurcht ist nicht minder durch das alte Testament und dasälteste Buch Hiob geheiligt. Man warf den Göttern Küsse zu, Bi-schöfen und Mönchen küßte man die Hand, da der Kuß auf den Mundsolcher heiligen Männer viel zu vertraulich gelassen hätte; den Großenküßte nian Hand, Knie und Fuß, denn sie galten ja auch für Götter,und die tollen römischen Cäsaren und pompliebenden griechischen Kaiser,armseligen Andenkens, mögen sich auch für Götter gehalten haben, wiemanche Päpste, obgleich schon Seneca so etwas von korsioa ssrritu»'fallen ließ, was vielleicht Rollo, Herzog der Normandie, wußte, derKönig Karl dem Einfältigen den Fuß küssen mußte und so küßte, daßer vom Stuhle fiel. Unsere Kaiser ließen sich auch die Füße küssen,nur nnt mehr Bescheidenheit und Maß, ja Max I. und Karl V. pro-testirten zu ihrer Ehre förmlich. Alan überließ zuletzt den hündischenFußkuß den stolzen Päpsten, den sich schon Hildebrand in seinem Ueber-muth ausschließlich zueignete, und küßte den Großen nur noch denSanm ihrer Kleider. Meine Mutter befahl mir noch, ja nicht zu ver-gessen, der Fürstin, die mich als Pathe rufen ließ, den Rock zu küssen;ich muß schon in frühester Jugend kein Freund von viel Bücken ge-

* 3hr süh Entzücke» gab alsdann die Kunde,Dah mehr als eine Zunge war im Munde.» P-rstsche SNaberel.