Die Uebergangszeit.
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für sich mit der materialistischen Philosophie zwar nicht besser aberauch nicht schlechter überein, als mit den meisten anderen Systemen.Nur was den ausgedehnten Gebrauch anlangt, welchen Baco in derNaturerklärung von den „Geistern“ (spiritus) macht, sei uns einekurze Bemerkung gestattet.
Allerdings hatte die alchymistisch-theosophische Naturansehauungder Kabbala gerade in England, und namentlich auch in den aristo-kratischen Kreisen so tiefen Boden gewonnen, dass Baco iii solchenDingen nichts Originelles lehrt, sondern nur innerhalb des Ideen-kreises seiner Umgebung verweilt, und man darf sogar annehmen,dass Baco in seiner grenzenlosen Kriecherei gerade um des Hofeswillen weit mehr von solchen Anschauungen aufnahm, als er vorsich selbst verantworten konnte. Dagegen ist aber auch wieder zubemerken, dass die Annahme einer Beseelung der ganzen, auch derunorganischen Natur, wie namentlich Paracelsus sie lehrte, in einereigenthiimlichen Wechselbeziehung zum Materialismus steht. Sie istdas entgegengesetzte Extrem, welches sich mit dem Materialismusnicht nur berührt, sondern sogar vielfach aus ihm herVorgeht, dadoch schliesslich der Materie als solcher die Hervorbringung desGeistigen zugeschrieben werden muss — also doch auch w r ohl inunendlich vielen Abstufungen. Schon Epikur legte ja den Atomenselbst eine Art von Willensfreiheit bei. Die phantastisch personi-ficirende Ausmalung dieser allgemeinen Beseelung der Materie, wiewir sie bei Paracelsus finden, gehört zu den Abgeschmacktheitendes Zeitalters, von denen sich Baco ziemlich frei zu erhalten wusste.Seine „spiritus“ haben keine Hände und Füsse. Auffallend genugbleibt es aber, wie colossalen Missbrauch der „Wiederhersteller derNaturwissenschaften“ mit seinen Geistern in der Naturerklärung treibenkonnte, ohne schon von den kundigeren Zeitgenossen entlarvt zuwerden. Doch das ist unsere Geschichte. Man kann anfassen woman will, so wird man ähnliche Erscheinungen finden. Was dasvielfach in Frage kommende Verhältnis» des Materialismus zur Sitt-lichkeit betrifft, so darf man unbedenklich annehmen, dass Baco beigrösserer Reinheit und Festigkeit des Charakters durch die Eigen-thümlichkeit seines Denkens ohne Zweifel auf streng materialistischeGrundsätze wäre geleitet worden. Nicht die unerschrockene Conse-quenz, sondern die wissenschaftliche Halbheit und Weichlichkeit zeigtsich hier wieder im Bunde mit sittlicher Entartung.
Von Descartes, dem Stammvater der entgegengesetzten Linie,
Lange, Gesch. d. Mat. 8