Der Materialismus des siebzehnten Jahrhunderts.
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wir die Naturerscheinungen nannten, denen wir Namen geben undZwecke, Vollkommenheit oder Unvollkommenheit zuschreiben, je nach-dem sie unsre Sinne affieiren, unserm Körper Schmerz oder Lustverursachen und zu unserer Erhaltung oder Zerstörung beitragen;allein wir benennen sie nicht immer nach ihren wirklichen Ursachenoder nach der Art, wie sie einander hervorbringen, wie die Elastici-lät, die Härte, Weichheit, Flüssigkeit, Quantität, Figur und Verhältnissebesonderer Körper. Im Gegentheil schreiben wir häufig manche Be-sonderheiten der Bewegung gar keiner Ursache zu, wie die willkürlichenBewegungen der Thiere. Denn wiewohl diese Bewegungen vom Ge-danken begleitet sein mögen, so haben sie doch, als Bewegungenbetrachtet, ihre physischen Ursachen. Wenn ein Hund einen Hasen ver-folgt, so wirkt die Gestalt des äusseren Objectes mit ihrer ganzenGewalt vonStoss oder Anziehung auf die Nerven, welche so mit den Mus-keln, Gelenken und andern Theilen geordnet sind, dass sie mannigfacheBewegungen in der thierischen Maschine möglich machen. Und jeder,der auch nur einigermassen die Wechselwirkung der Körper aufeinanderdurch unmittelbare Berührung oder durch die unbemerklichen Theil-elien, die beständig von ihnen ausströmen, versteht, und mit dieserKenntniss diejenige der Mechanik, Hydrostatik und Anatomie verbindet,wird überzeugt sein, dass alle die Bewegungen des Sitzens, Stehens,Biegens, Aufstehens, Laufens, Gehens und dergleichen mehr ihreeigentümliche, äusserliche, materielle und verhältnissmässige Bestim-mung haben. u
Eine grössere Deutlichkeit kann Niemand verlangen. Toland be-trachtet offenbar den Gedanken als eine den materiellen Bewegungenim Nervensystem inhärirende begleitende Erscheinung, wie etwa dasLeuchten in Folge eines galvanischen Stromes. Die willkürlichen Be-wegungen sind Bewegungen des Stoffes, welche nach denselben Gesetzenentstehen, wie alle andern, nur in eomplicirteren Apparaten.
Wenn Toland sich demnächst noch hinter eine weit allgemeinergehaltene Aeusserung Newtons verschanzt und endlich sich dagegenausdrücklich verwahrt, dass sein System die Annahme einer regierendenVernunft überflüssig mache, so können wir nicht umhin, dabei uns an seineUnterscheidung der exoterischen und esoterischen Lehre zu erinnern.Bas anonym erschienene und daher wohl als esoterisch zu betrach-tende Pantheistikon verehrt keinen transcendenten Weltgeist irgendwelcher Art, sondern nur das AU, in unabänderlicher Einheit von Geistund Materie. So viel aber dürfen wir jedenfalls aus der Schluss-